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von Redaktion
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Ein Medienbericht über die angeblich falsche Identität eines Mordopfers der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) hat am Freitag für Wirbel gesorgt. Recherchen zu einer ARD-Dokumentation erweckten den Anschein, dass die Liste der Opfer der NSU möglicherweise überarbeitet werden müsste. Bei dem im Februar 2004 in Rostock ermordeten Döner-Verkäufer handele es sich nicht um Yunus Turgut, sondern um seinen Bruder Mehmet, sagte einer der Autoren des Films, Matthias Deiß, am Freitag in Berlin.
In Ermittlungskreisen hieß es hingegen, dass nicht von einer falschen Identität des Ermordeten auszugehen sei, sondern eher von einem möglichen Fehler bei der ursprünglichen Eintragung der Vornamen im türkischen Personenstandsregister, der später nicht korrigiert wurde. Das Filmteam reiste in den Heimatort in Ostanatolien, wo Mehmet Turgut begraben ist. Nach Angaben der Familie seien die Passfotos der beiden von den türkischen Behörden verwechselt worden, sagte Deiß. Die Brüder hätten daraufhin ihre Pässe getauscht. Yunus habe zum Tatzeitpunkt ebenfalls in Deutschland gewohnt und sei später abgeschoben worden.
Das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern bestätigte, dass Mehmet Turgut mit den Personalien seines Bruders nach Deutschland eingereist sei. Die wahre Identität des Opfers sei der Polizei aber „seit Beginn der Ermittlungen bekannt“ gewesen. Ein Sprecher der Bundesanwaltschaft sagte auf dapd-Anfrage, nach der Aktenlage zur Zeit des Mordes sei das Opfer mit dem Namen Yunus erfasst worden, mit dem es im amtlichen türkischen Personenstandsregister eingetragen gewesen sei. In einem Fahndungsaufruf auf der Homepage des BKA wird Yunus Turgut als fünftes Opfer der Mordserie aufgeführt.
Die Gemeinschaftsproduktion von RBB, WDR und NDR mit dem Titel „Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin - Die Opfer der Rechtsterroristen“ wird am Montag (12. Dezember) um 22.45 Uhr im Ersten ausgestrahlt. Die Autoren besuchten die Familien und Bekannten der ermordeten Polizistin Michèle Kiesewetter, des Blumengroßhändlers Enver Simsek, des Kioskbesitzers Mehmet Kubasik sowie des aus Griechenland stammenden Theodoros Boulgarides. Die Dokumentation beschäftigt sich zudem mit dem Nagelbo
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