Zukunft des Hospitals unklar:

Dargun zweifelt an Krankenhaus-Investorin

Acht Jahre nach Schließung der Klinik schien nun endlich jemand gefunden, der mit dem riesigen Areal etwas anfangen kann. Doch die Stadtväter sind nun auf einmal misstrauisch geworden.

Die roten Kreuze am Eingang des Krankenhauses sind schon bald nicht mehr zu erkennen. Ist acht Jahre nach der Schließung der Inneren Abteilung nun endlich ein Investor gefunden? In Dargun gibt es da wieder Zweifel. Foto: Torsten Bengelsdorf
Die roten Kreuze am Eingang des Krankenhauses sind schon bald nicht mehr zu erkennen. Ist acht Jahre nach der Schließung der Inneren Abteilung nun endlich ein Investor gefunden? In Dargun gibt es da wieder Zweifel. Foto: Torsten Bengelsdorf

Wer sich noch ein altes Krankenhaus zulegen will: In Dargun ist wieder eines zu haben. Nicht dass die gerade bekannt gewordenen Pläne für einen Senioren-Wohnpark schon gescheitert wären. Allerdings scheint Investorin Sabine Gültzow aus Warsow die Darguner Stadtväter nicht so richtig überzeugt zu haben.

Zumindest die Mitglieder des Finanzausschusses nicht. Das Gremium einigte sich jetzt darauf, dass eine Vorvereinbarung mit der Investorin zum Kauf des Krankenhauses nicht verlängert wird. „Frau Gültzow ist damit aber nicht aus dem Rennen“, beeilt sich Darguns Bürgermeister Karl-Heinz Graupmann (Die Linke) zu erklären. Man wolle aber auch anderen Interessenten wieder die Chance einräumen, zum Zuge zu kommen, deutet Graupmann das Votum des Finanzausschusses. Dabei gibt es offiziell aber gar keine anderen Bewerber für das 10 000 Quadratmeter große Krankenhaus-Areal. Was ist also passiert?

Offenbar hatten die Finanzausschuss-Mitglieder längst ein paar konkretere Aussagen der Investorin erwartet, die immerhin schon bis Mai nächsten Jahres sechs betreute Wohnungen und 42 Plätze der vollstationären Pflege im ehemaligen Bettenhaus schaffen will. Doch bisher liegen offenbar weder ein Betriebskonzept, noch eine Wirtschaftlichkeitsrechnung vor. Auch dass die Warsowerin mit etwa einer Million Euro beim Umbau der vor acht Jahren ausgeräumten Gebäude auskommen will, sorgt bei Darguns Finanzexperten für Erstaunen. Hinter vorgehaltener Hand wird aber auch über die fehlenden Erfahrungen der Investorin beim Betreiben eines solchen Wohnparks diskutiert.

Da müssten sich die Stadtväter aber keine Sorgen machen, versichert Sabine Gültzow. Alle nötigen Unterlagen seien in Arbeit, aber das dauere eben noch ein paar Wochen. „Das Krankenhaus stand acht Jahre leer, da kann es doch nicht auf ein paar Wochen ankommen“, meint sie. Und wie viel Geld sie investiere, das gehe nun den Finanzausschuss gar nichts an. Auf jeden Fall wolle sie an ihren Plänen festhalten und dem alten Haus neues Leben einhauchen.

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