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Das Wanderöchslein „grast“ jetzt bei den Urologen

VonSimone PagenkopfDer TeMa-Preis, der die Städte Teterow und Malchin verbindet, hat neue Hüter. Übrigens bereitszum 14. Mal.Gross Wokern.Ein Geheimtipp ...

Die beiden Urologen Dr. Ralf Hinz und Dr. Harry Lütcke sind die neuen Besitzer auf Zeit des Wanderöchsleins TeMa, den der Bildhauer Günter Kaden mit den Stiftern Bernd Kleist und Jochen Banek (von links) weiterreichte.  FOTO: Simone Pagenkopf

VonSimone Pagenkopf

Der TeMa-Preis, der die Städte Teterow und Malchin verbindet, hat neue Hüter. Übrigens bereits
zum 14. Mal.

Gross Wokern.Ein Geheimtipp war es für die Malchiner noch, das Café Lebenslust in Groß Wokern. Im ersten Anlauf fanden sie es zugegebenermaßen nicht. Aber es passte allein schon mit seinem Namen bestens zu der Runde, die sich hier versammelte. Das hatten sich jedenfalls Dr. Ralf Hinz und Dr. Harry Lütcke so gedacht.
Zu den beiden Urologen, die in Teterow eine Gemeinschaftspraxis führen, wechselte jetzt das Wanderöchslein „TeMa“, der Preis, der seine Träger für ihren Einsatz bei der Festigung der Freundschaft und Zusammenarbeit der beiden Städte Teterow und Malchin ehrt.
Allein schon im Wartezimmer ihrer Praxis funktioniere ganz automatisch die Kommunikation. „Da sitzt ein alter Zausel aus Malchin friedlich plaudernd neben einem alten Zausel aus Teterow. Ich bin auch so ein alter Zausel“, bemerkt der Bildhauer Günter Kaden augenzwinkernd, dem als bisheriger Besitzer des Öchsleins das Vorschlagsrecht für den nächsten Preisträger oblag. Die beiden Fachärzte haben nun mal ein breites Einzugsgebiet, so Kaden.
Es ist übrigens das 14. Mal, dass der „Wanderochse TeMa“ seinen Besitzer wechselt. „Er ist tatsächlich ein Bürgerpreis“, erinnert Jochen Banek an die Geburtsstunde. Gemeinsam mit Bernd Kleist hat er ihn gestiftet. Da arbeiteten beide noch in der Malchiner Stadtverwaltung. „Wir haben einfach etwas gesucht, um das Verbindende zwischen den beiden Städten zum Ausdruck zu bringen. Wir wollten damals jemanden würdigen, der bei uns gearbeitet hat und in Teterow wohnte“, erinnert Banek. „Und wir stellten fest, dass es viele solcher Menschen gibt.“ Wobei der Preis auch immer mit einem Augenzwinkern verbunden sei.
So nehmen ihn auch Ralf Hinz und Harry Lütcke. Allein schon wenn sie überlegen, wo sie das kleine Stofftier am besten platzieren können. „Wir haben da eine kleine Ausstellung von großen Nierensteinen, die wir den Patienten zeigen aus Abschreckungsgründen. Vielleicht stellen wir ihn dazwischen“, bemerkt Dr. Lütcke schmunzelnd.
Auf jeden Fall bleibt das Wanderöchslein jetzt für ein Jahr in ihrem Besitz. Dann ist es an ihnen, den Preis weiterzugeben, wieder in die Malchiner Region. Übrigens stimmen die Stifter die Vorschläge für die Preisträger auch immer mit den beiden Bürgermeistern Reinhard Dettmann und Jörg Lange ab.

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