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71-jähriger Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt

Optimale Bedingungen für eine Wochenendtour auf dem Motorrad: strahlender Sonnenschein, freie Fahrt auf der Bundesstraße 110 bei Jarmen. Doch dann ein lauter Knall. Ärzte kämpfen nun um das Leben eines Bikers, der schlimmste Verletzungen davontrug.

Der Rettungshubschrauber brachte das Unfallopfer zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Greifswald.
Stefan Hoeft Der Rettungshubschrauber brachte das Unfallopfer zur weiteren Behandlung in die Universitätsklinik Greifswald.

Am Samstagnachmittag wurde bei einem Verkehrsunfall bei Jarmen ein 71-jähriger Motorradfahrer lebensgefährlich verletzt. Vermutlicher Verursacher der Kollision ist ein 47-jähriger Einheimischer, der aus Richtung Zarrenthin kommend von der B 110 mit seinem Volkswagen in die Stadt abbiegen wollte.

Die Polizei geht davon aus, dass er dabei den Motorradfahrer auf der Gegenspur übersah und ihm die Vorfahrt nahm. In der Folge prallte mit der linken vorderen Seite seines Autos gegen die Maschine des Bikers.

Einsatzkräfte suchen nach Körperteilen

Dieser wurde mitsamt Motorrad rechts gegen die Schutzplanke geschleudert. Ein paar Meter weiter blieben sie auf der Fahrbahn liegen - das Gefährt nur etwas demoliert, der Mann hingegen mit schwersten Verletzungen.

Der Gesundheitszustand des Mannes verlangte den in der Sonnenhitze fieberhaft um sein Leben kämpfenden Medizinern alles ab. Polizisten sowie Jarmener und Plötzer Feuerwehrleute mussten im Böschungsbereich nach Körperteilen suchen und als Sichtschutzwand vor Gaffern dienen.

Drei Stunden Vollsperrung

Nachdem das Unfallopfer so weit stabilisiert war, dass es als transportfähig galt, brachte ihn der Hubschrauber schleunigst zur weiteren Behandlung ins Universitätsklinikum der Kreisstadt. Über seinen derzeitigen Zustand ist nichts bekannt.

Der Autofahrer indes blieb unverletzt, zeigte sich aber sehr wohl gezeichnet von dem Crash. Der Sachschaden hielt sich vergleichsweise in Grenzen, die Beamten gingen von insgesamt 2.000 Euro aus.

Rund drei Stunden galt eine Vollsperrung für die B 110 rund um die Einmündung, unter anderem weil auf einen Experten zur Unfallaufnahme gewartet wurde.  Und die Feuerwehrleute anschließend intensiv mit der Säuberung der Fahrbahn zu tun hatten.