Marode Gebäude in Demmin:

Bruchbuden große Gefahr für Nachbarn

Es gibt sie in der Hansestadt in jeder Straße, alte verlassene Häuser. In Vorwerk gab auch mal einen Laden.

Verlassen und voller Müll stehen die alten Lauben hinter einem Grundstück im Demminer Stadtteil Vorwerk.
Gudrun Herzberg Verlassen und voller Müll stehen die alten Lauben hinter einem Grundstück im Demminer Stadtteil Vorwerk.

„Was soll bloß mit diesem Haus passieren? Wir haben Angst, dass es irgendwann mal brennt“, meint ein Bewohner in Vorwerk, einem Stadtteil von Demmin. Er zeigt auf alte Schuppen und einstige Lauben hinter einem großen Wohnhaus hinter der Tankstelle in Richtung Neubrandenburg. „Das sieht doch schlimm aus, alles wurde schon vor vielen Jahren verlassen“, meint der Rentner. Dabei sei es früher hier sehr idyllisch gewesen. Mit früher meint er die DDR-Zeit. Damals haben in dem großen Gebäude viele Familien gewohnt. Bis unters Dach war alles belegt. Und es gab sogar eine Konsum-Verkaufsstelle im Haus. Auf dem großen Hof haben die Mieter sich kleine Gärten samt Lauben angelegt, auch Schuppen gebaut. Da hängen noch Äpfel am Baum, in einer Laube hängt sogar noch eine Gardine vor dem Fenster. Und es liegt sehr viel Müll herum. „Auch Jugendliche hatten sich vor einiger Zeit hier einen Treffpunkt geschaffen“, meint der Rentner. Er möchte seinen Namen nicht nennen, denn junge Leute hätten schon mal gedroht, hier alles abzubrennen. „Wir gehen mit Angst ins Bett, und hoffen, dass hier nichts brennt und der Besitzer des Hauses bald Ordnung schafft“, sagt er.

Ein Autohändler aus Quickborn in Schleswig-Holstein hat dieses Grundstück in Vorwerk ersteigert. Teko Amouzou macht derzeit Pläne, was mit dem Gebäude werden soll. „Ich wollte hier auch wieder einen Laden eröffnen, aber derzeit geht es bei den Plänen natürlich auch darum, wie alles finanziert werden soll“, sagt der Hausbesitzer. Er will auch wieder Wohnungen schaffen und vermieten. „Die Schuppen stören mich natürlich auch, aber ich habe sie nicht aufgebaut“, sagt er. Er wünscht sich auch etwas Interesse für die Wohnungen. „Noch gibt es aber keine genauen Pläne“, meint er.

Die Nachbarn setzen darauf, dass das große Haus nicht verkommt, sondern wieder bewohnt ist. Dann haben sie auch wieder mehr Ruhe.

 

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