Müll-Notstand:

Alter Plan war für die Tonne

So ein Müll: Nach Ansicht der Entsorgungsfirma könnten sich viele Bürger aufgrund einer nicht aktualisierten Internetseite einen falschen Abfuhrrhythmus der roten Tonnen notiert haben. Was dann weitere Fehler nach sich zog.

Viel Wirbel um die „roten“ Tonnen: Eine zu spät aktualisierte Internetseite ist möglicherweise der Grund für die Irritationen beim Abfuhrtermin.
Georg Wagner Viel Wirbel um die „roten“ Tonnen: Eine zu spät aktualisierte Internetseite ist möglicherweise der Grund für die Irritationen beim Abfuhrtermin.

Zu schade, dass die meisten Kalender des Vorjahres schon im Altpapier gelandet sind. Das macht es schwierig, den Abfuhrrhythmus der Müllabfuhr vom vergangenen Jahr noch einmal nachzuvollziehen – und damit vielleicht darauf zu schließen, weshalb viele Demminer Bürger in diesem Jahr anscheinend mit den Wochen durcheinander gerieten. So standen die „roten“ Tonnen, die nur alle vier Wochen geleert werden, vielerorts im Demminer Stadtgebiet am Montag am Straßenrand, obwohl sie erst am 2. März wieder an der Reihe wären.

Hilmar Reich glaubt sich zu erinnern, dass die Tonne am 5. Januar nicht geleert wurde. Weil in Demmin die Mülltonen jeweils an Montagen der geraden Kalenderwochen abgeholt werden, wäre dann am 19. Januar die Müllabfuhr wieder gekommen, beim vierwöchigen Rhythmus wäre der nächste Termin auf den 16. Februar gefallen.

Die Müllmänner wundern sich

Laut dem neuen Tourenplan wäre allerdings der 5. Januar der erste Abholtag im neuen Jahr gewesen. Erarbeitet hatte den Plan der neue Entsorger,die Stadtwirtschaft Neubrandenburg. Sie hat auch laut eigener Auskunft am 5. Januar die Tonnen abgeholt. Allerdings: „Wir haben festgestellt, dass deutlich weniger Tonnen draußen standen, als zu erwarten waren“, sagt Betriebsleiter Jürgen Hirlemann.

Schon damals machte man sich offenbar Gedanken, woran das liegen konnte. Hirlemann und seinen Mitarbeitern drängte sich eine denkbare Erklärung auf. Die Stadtwirtschaft Neubrandenburg habe zwar ihre Termine für den Abfallratgeber rechtzeitig bei der Kreisverwaltung eingereicht. Der gedruckte Abfallratgeber mit dem neuen Tourenplan sei aber relativ spät verteilt worden. „Einige Mitbürger haben deshalb möglicherweise schon im Internet nachgesehen. Dort stand aber noch der alte Kalender.“ Der sei von der Kreisverwaltung erst in der ersten Januarwoche aktualisiert worden.

Online-Pläne vielleicht falsch

Die Folge: Die Bürger ließen sich online ihren persönlichen Abfuhrplan zusammenstellen oder übertrugen ihn von Hand aus dem alten Plan in den Kalender des neuen Jahres. Damit könnte es zu den falschen Terminen gekommen sein. Die Stadtwirtschaft habe deshalb in Absprache mit dem Landkreis zugelassen, dass die vierwöchentlichen Tonnen entgegen dem eigentlichen Plan am 19. Januar herausgestellt werden durften und geleert wurden. „Das war aber eine einmalige Aktion“, betont Hirlemann. Danach kehrte man wieder zum offiziellen Tourenplan zurück mit Abfuhr am 2. Februar. Nächster Termin ist nun der 2. März.

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