Stadtwandertag:

Auf Schusters Rappen Kilometer eingesammelt für den Wanderpass

Stadtwandertag in Demmin. 150 Radler und Wanderer machen sich auf den Weg rund um die Hansestadt.

Radwanderer machen sich auf den Weg rund um die Hansestadt. Rund 30 Kilometer werden dabei zurückgelegt.
Gudrun Herzberg Radwanderer machen sich auf den Weg rund um die Hansestadt. Rund 30 Kilometer werden dabei zurückgelegt.

Traute Henning aus Demmin zeigt ihren Wanderpass. Da passt kein Stempel mehr rauf, ein neues Heft muss her. Seit 2002 ist sie mit dabei. Und jetzt kommt der nächste Stempel dazu. "Wir haben doch herrliches Wetter und beim Wandern bleibt man fit. Aber wir sind auch schon in strömenden Regen mit Schirm gelaufen. Dabeisein ist alles", meint sie und ihre Wanderfreunde schließen sich dem an. Zum 17. Mal hat die Hansestadt am Sonnabend zum Stadtwandertag aufgerufen. "Die Teilnehmerzahl ist in den letzten Jahren stetig ein wenig gestiegen, vor allem weil Demminer Vereine mitmachen", meint Bürgermeister Michael Koch. Im letzten Jahr waren 250 Leute unterwegs, in diesem Jahr waren es allerdings nur 150. "Das schöne Wetter hat vielleicht einige ehe an die Ostsee oder in den Garten gelockt. Aber wir sind trotzdem zufrieden. Niemand hat sich verletzt und es hat Spaß gemacht", sagt er.

Während die Radler vom Markt aus in Richtung Drönnewitz, über Wotenick, Nossendorf, Toitz, Seedorf und die Woldeforst wieder Stadt einwärts fahren, für die Familien gibt es eine kürze Strecke, machen sich die Wanderung durch die Hansestadt auf den Weg. Rund 30 Kilometer legen die Radfahrer zurück, die kürzere Strecke geht über knapp 20 Kilometer. Jörg Küthe vom Ordnungsamt leitet die Wandergruppe und gibt unterwegs zu manchem Haus oder einer Straße eine Erklärung. Gleich hinter dem Markt ist die erste Station, der Schnelle Lauf, eine kleine Straße. "Die Straße hat ihr Namen bekommen, da hier früher Sträflinge durch eine Gasse geführt wurden. Sie liefen schnell, damit sie keine Schläge bekamen", erklärte Küthe. Weiter geht es ans Hanseufer zum Lübecker Speicher, dem ältesten Speicher der Stadt. Diesen Speicher nutzt jetzt das Regionalmuseum für Veranstaltungen. Der Weg führt über die Loitzer Straße zum Richtgrabenweg und dann zum Schulhof der Reuterschule, wo Rast gemacht wird. "Eigentlich kennt man ja die Stadt, aber bei so einer Wanderung entdeckt man doch immer noch etwas Neues", meint eine Teilnehmerin. Zu den Wanderer gehört auch eine Gruppe des Ringervereins. "Wir machen jedes Jahr mit, und wollen damit der Stadt etwas zurückgeben. Denn wir dürfen die Sporthalle kostenlos nutzen und erhalten auch so Unterstützung", meint Anja Brauer vom Ringerverein.

Zurück auf dem Marktplatz warten die Mitglieder des Technischen Hilfswerkes und der Freiwilligen Feuerwehr an der Gulaschkanone. Es gibt Erbseneintopf. "Das Essen hat ganz lecker geschmeckt", werden die Akteure von den Radlern und Wanderern gelobt. Die Teilnehmer stärken sich am Mittagstisch. Musik hallt aus dem Lautsprecher. Für musikalische Unterhaltung sorgen zum Abschluss die Mädchen der Tanzgruppe Dancing Angels.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung