Kreisverkehr:

August Bebel kriegt einen Kringel

Geht es nach den Vorstellungen des neuen Demminer Verkehrskonzepts, wird der August-Bebel-Platz zum Kreisverkehr. Aber kann das funktionieren - mit dem Bahnübergang nebenan?

Der August-Bebel-Platz, schon jetzt mit bis zu 12 000 Autos pro Tag eine der meistbefahrenen Kreuzungen Demmins, soll zu einer zentralen Drehscheibe des innerstädtischen Verkehrs ausgebaut werden. Das neue Verkehrsentwicklungsverkehr, jetzt im Entwurf vorliegend, sieht in dem Platz einen der wichtigsten Knotenpunkte, um den Fern- und Durchgangsverkehr künftig aus dem Stadtzentrum herauszuhalten. Der von der Kommune beauftragte Verkehrsplaner Heinz Mazur schlägt dafür die Umgestaltung der jetzigen, klassisch dreieckigen Verkehrsführung in einen 32 Meter durchmessenden Kreisverkehr vor. In mehreren Stufen soll dieser Kreisel nach der geplanten Aufhebung des Einbahnstraßenverkehrs dann via Goe-thestraße/Barlachplatz die Kolonnen des Fernverkehrs um die City herumleiten und vor allem die Clara-Zetkin-Straße entlasten, die so zur verkehrsberuhigten Hauptgeschäftsstraße Demmins umgestaltet werden könnte. Infrastrukturelles Problem für den „August-Bebel-Kringel“ ist noch der Bahnübergang: Rückstaulängen von durchschnittlich 200, in Stoßzeiten von bis zu 450 Metern drohen den Kreisverkehr regelmäßig zu fluten. „Darüber sind abschließende Aussagen erst möglich, wenn die Pläne der Bahn mit der Modernisierung des Gleisüberwegs bekannt sind“, so Mazur.

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