Demminer Jobcenter will sich weiter profilieren:

Ausbildung soll verstärkt Arbeitslose in Jobs bringen

Die Arbeitgeber denken um und stellen ältere Erwerbslose ein. Das hat der Geschäftsführer des neuen Jobcenters MSE Nord, Andreas Wegner, festgestellt. Die Einrichtung fasst für dieses Jahr schwerpunktmäßig drei große Zielgruppen ins Auge.

Nach wie vor zu den wichtigsten Anlaufpunkten in der Region zählt das Jobcenter. Das will in diesem Jahr stark auf Qualifizierung und Ausbildung setzen.
Georg Wagner Nach wie vor zu den wichtigsten Anlaufpunkten in der Region zählt das Jobcenter. Das will in diesem Jahr stark auf Qualifizierung und Ausbildung setzen.

Das Grundsatzpapier entstand, als es zwei der Beteiligten eigentlich noch gar nicht gab. Anfang Dezember 2013 verabschiedete der Kreistag in Neubrandenburg ein Arbeitsmarktprogramm für die Seenplatte, geschrieben gemeinsam mit der Agentur für Arbeit sowie den Jobcentern Mecklenburgische Seenplatte (MSE) Nord (früher Demmin und Müritz) und Süd (Neubrandenburg und Mecklenburg-Strelitz). Darin geht es um Strategien, Handlungsansätze und Budgetschwerpunkte für die regionale Arbeitsmarktpolitik.

Zumindest für den Geschäftsführer des Jobcenters Nord, Andreas Wegner, liegt damit die Ausrichtung für dieses Jahr klar auf der Hand. Qualifizierung Jüngerer und verstärkte Vermittlungsbemühungen für Ältere, ließe sich zusammenfassen, was er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern für 2014 plant. Die unter 25-Jährigen sollen in Ausbildung oder zur Ausbildungsreife gebracht werden, ohne dass deshalb die Älteren unter den Arbeitslosengeld-II-Empfängern abgehängt werden. Sie seien beispielsweise in das Bundesprogramm „Perspektive 50+“ eingebunden, für das man zusätzliche Mittel bekomme. Zwar stehen nach Wegners Auskunft in diesem Jahr insgesamt circa 800 000 Euro weniger für Eingliederung zur Verfügung, doch gleichzeitig habe man einen größeren Spielraum - unter anderem, weil weniger Mittel im Voraus gebunden sind. „Wir sind zuversichtlich, dass wir in diesem Jahr die Arbeitsmarktpolitik kontinuierlich fortsetzen können“, sagt er.

Das gilt auch für die dritte große Zielgruppe im Alter zwischen 25 und etwa 35. Hier gebe es einen großen Anteil an Menschen ohne Berufsabschluss, weiß Wegner. Ihnen wolle man mit intensiven Qualifizierungsbemühungen zu einem Abschluss verhelfen. Diese sollen sich aber von den massenhaften und mitunter kaum benötigten Fortbildungen der 1990er-Jahre unterscheiden. Denn in die Qualifizierung werden nach Wegners Darstellung die Betriebe eng eingebunden.

 

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