Zu viel getankt:

Autofahrt im Vollsuff endet vor Gericht

Sehnsucht nach dem Meer trieb einen Mann hinters Steuer, trotz Alkohol im Blut. Bei Rosenow beendete die Polizei seine Fahrt.

Wer mit 2,43 Promille in eine Polizeikontrolle gerät, darf sich über einen Kater vor Gericht nicht wundern.
Fotolia.com Wer mit 2,43 Promille in eine Polizeikontrolle gerät, darf sich über einen Kater vor Gericht nicht wundern.

Das Wetter lud zu einem Ausflug ein. Rolf K. (Name geändert) wollte von Berlin an die Ostsee fahren. Doch zwischen Rosenow und Stavenhagen endete an einem Abend im August 2014 seine Fahrt ans Meer. Die Polizei hatte den angetrunkenen 58-Jährigen aus dem Verkehr gezogen. Nicht nur, dass Rolf K. mit 2,43 Promille hinterm Steuer saß, er soll auch einem Beamten ans Bein getreten und um sich geschlagen haben, als die Polizisten ihm Handfesseln anlegen wollten.

Die Alkoholfahrt gibt der gelernte Industriekaufmann zu. „Ich habe eine große Dummheit gemacht“, sagt er reumütig vor dem Amtsgericht Demmin. „Ich bin so froh, dass ich keinen Unfall gebaut und niemand verletzt habe.“ Immer wieder betont er dies. Den Angriff auf die Beamten kann er sich jedoch nicht vorstellen. Andere Verkehrsteilnehmer waren wohl auf ihn aufmerksam geworden, weil er Schlangenlinien gefahren war. Die hatten die Polizei angerufen.

Rolf K. beteuerte, seit dem Vorfall keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt zu haben. Er sei auch bereit, auf Lebenszeit auf die Fahrerlaubnis zu verzichten. Den Führerschein könne er sich sowieso nicht mehr leisten. Um eine Strafe kommt der 58-Jährige allerdings nicht herum. Der Demminer Richter Jörg Blasinski verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 700 Euro. Das Urteil ist rechtskräftig.

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