Verkehr:

AWO will Schleichweg dicht machen

Das wird nicht mehr lange gut gehen mit der heimlichen Baustellen-Abkürzung am Demminer Lidl-Markt vorbei: Die Arbeiterwohlfahrt steckt in den Vorarbeiten für ihr Pflegeheim und will das Grundstück absperren.

Immer an der Wand lang: Auf dem Schleichweg über das ehemalige Demminer LIW-Gelände herrscht seit der Vollsperrung der Treptower tagsüber reger Verkehr. Doch die Arbeiterwohlfahrt will hier bauen - und die Abkürzung daher jetzt schließen.
Thoralf Plath Immer an der Wand lang: Auf dem Schleichweg über das ehemalige Demminer LIW-Gelände herrscht seit der Vollsperrung der Treptower tagsüber reger Verkehr. Doch die Arbeiterwohlfahrt will hier bauen - und die Abkürzung daher jetzt schließen.

Von der heimlichen Umgehungsstraße vom neuen Kreisel über die LIW-Brache in die Goethestraße werden die Demminer Autofahrer womöglich nicht mehr lange etwas haben. Klaus Schmidt, Geschäftsführer des Regionalverbandes der Arbeiterwohlfahrt, hat angekündigt, den mittlerweile rege genutzten Schleichweg dichtmachen zu lassen. „Das geht so nicht. Ich verstehe, dass die Leute sich eine Abkürzung suchen wegen der gesperrten Hauptstraße in die Innenstadt, aber die Autos fahren über unser geplantes Baugrundstück, und da laufen jetzt die Voruntersuchungen für die Altlastensanierung. Wir werden die Durchfahrt zum Kreisel darum sperren.“

Mit der Variante, die ortsnahe Entlastungsstraße vom neuen Kreisel am Krankenhaus abzweigend mit der Goethestraße kurzzuschließen und so via Barlach- und Bebelplatz mittelfristig perspektivisch eine Trasse zur Verkehrsberuhigung der Innenstadt zu schaffen, könnte der AWO-Chef hingegen „gut leben“. Und das, obwohl die Straße nah am geplanten Pflegeheim vorbeiführte. Effektiver Schallschutz sei heute technisch kein Problem mehr, und das gesamte Stadtrandquartier rings um Goethe-, Beethoven- und Mozartstraße bekäme dadurch eine bessere Verkehrsanbindung. „Für uns bedeutete es kürzere Wege. Ich wäre darum sogar sehr für diese Variante. Dass die Autofahrer den Schleichweg so schnell ausgebaut haben, spricht ja auch Bände.“

Die Meinung eines Geschäftsführers der Arbeiterwohlfahrt hat freilich wenig Gewicht in dieser Diskussion, zumal die Stadtverwaltung wiederholt klargestellt hat, die Bypass-Variante einer Goethe-Entlastungsstraße nicht zu verfolgen.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung