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Bahn mottet die letzte Handkurbel ein

Offenbar macht die Bahn jetzt ernst mit dem Umbau der Übergänge im Pensiner Weg und der Jarmener Straße. Damit verschwindet wohl eine der letzten, noch von Hand betriebenen Schranken.

Wenn Züge durch Demmin rauschen, heißt es in der Jarmener Straße warten. Vor allem in Spitzenzeiten bilden sich dann vor den Schranken lange Staus.
Georg Wagner Wenn Züge durch Demmin rauschen, heißt es in der Jarmener Straße warten. Vor allem in Spitzenzeiten bilden sich dann vor den Schranken lange Staus.

Der Umbau des Bahnübergangs an B 110 und Pensiner Weg in Demmin nimmt allmählich Konturen an. Nachdem vor rund zehn Jahren eine Untertunnelung der Bundesstraße aus Kostengründen verworfen worden war, plant die Bahn jetzt in ihrer Vorzugsvariante mit einem Abschneiden des Pensiner Weges, automatischen Halbschranken an der gleich daneben liegenden B 110, einem Kreisverkehr im Bereich der Einmündungen der Straßen An der Mühle und Quitzerower Weg sowie einer am östlichen Stadtrand liegenden Querverbindungsstraße in Richtung Pensin. Diese Variante und einige Alternativen stellte das zuständige Ingenieurbüro jetzt im Demminer Stadtentwicklungsausschuss vor.

Ziel ist es jeweils, den Verkehrsfluss und den Abbau des Rückstaus nach Zugdurchfahrten zu beschleunigen. Weil an den Bahnübergängen derzeit noch von Hand betriebene Schranken stehen und diese frühzeitig geschlossen werden müssen, bilden sich insbesondere in Spitzenverkehrszeiten lange Autoschlangen. Zudem muss laut Bahn die Schrankenanlage ohnehin dringend saniert werden.

Aus den bisherigen Konzepten wollen die Ingenieure nun die Entwurfs- und Genehmigungsplanung entwickeln und gegen Ende des Jahres das Planrechtsverfahren einleiten. Den Bau selbst hätten sie für die Jahre 2017/18 vorgesehen, hieß es.