Neues Straßen- und Wegenetz:

Bald ein neuer Weg zur Tollense?

Alle Grundstücke und Wege im Dorf werden neu vermessen. Jeder Quadratmeter muss nachgewiesen werden. Damit wird auch ein neues Straßen- und Wegenetz aufgebaut. Gibt es Überraschungen? Verschwinden Wege?

Die erneuerte Straße von Siedenbrünzow nach Vanselow wurde im Jahr 2011 fertig. Hier musste jetzt nicht mehr neu vermessen werden.
Gudrun Herzberg Die erneuerte Straße von Siedenbrünzow nach Vanselow wurde im Jahr 2011 fertig. Hier musste jetzt nicht mehr neu vermessen werden.

Die Gemeinde Siedenbrünzow beteiligt sich an einem Flurneuordnungsverfahren. Danach werden alle Grundstücke, Wege und Straßen neu vermessen. Die Landgesellschaft Neubrandenburg wurde mit diesem Verfahren beauftragt. "Jeder Quadratmeter muss nachgewiesen werden. Besonders bei alten Hofgrundstücken, aber auch Wegen, gibt es so einige Veränderungen, da früher nicht immer so richtig darauf geachtet wurde, wo die Grenzen der Grundstücke sind", erklärt Angelika Schulz von der Landgesellschaft Neubrandenburg den Abgeordneten der Gemeinde Siedenbrünzow. Sie hat Karten für jeden Ortsteil vorbereitet. "Jede Abweichung muss genau gebucht werden", sagt sie.

Der Aufwand sei natürlich erheblich. Da gibt es beispielsweise Wege von Sanzkow nach Eugenienberg, die angekauft wurden, so auch ein Weg am Schloss von Vanselow. Bemängelt wurde von den Gemeindevertretern auch, dass ein Weg zur Tollense nach dem Verkauf eines Grundstückes in unmittelbarer Nähe des Flusses jetzt privat sei und öffentlich eigentlich nicht mehr genutzt werden kann. "Man kann den Besitzer jetzt nicht immer fragen, ob man hier lang darf und das will er vielleicht auch nicht", meint Bürgermeister Wolfgang Kurth. Vorgeschlagen wurde nun, einen neuen Weg zur Tollense zu finden und dann auch anzulegen, damit die Einwohner noch ans Wasser kommen, ob zum Angeln, zum Baden oder vielleicht auch nur, um ein Boot reinzulassen. "Die Karten werden ausgelegt, im November gibt es einen Aufruf zur Bekanntgabe der Ergebnisse. Jeder kann dazu die Karten einsehen und seine Veränderungswünsche vortragen", erklärt Angelika Schulz. "Die Gemeinde trifft mit der Bodenneuordnung eine dauerhafte Entscheidung. Das sollte man bedenken und gut abwägen", sagt Christine Schubbe, Leiterin des Amtes Demmin-Land.

 

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