Spielenachmittag beim Rentnertreff:

Bekommt man vom Ärgern wirklich graue Haare?

Es wird nicht langweilig auf dem Dorf. In Meesiger treffen sich die Frauen einmal in der Woche zum Spielenachmittag. Wer gewinnt heute beim Kartenspielen? Es geht um Spaß und das gesellige Beisammensein.

Schon wieder ist einer rausgeflogen: Die Frauen aus Meesiger treffen sich jeden Mittwoch zum Spielenachmittag.
Gudrun Herzberg Schon wieder ist einer rausgeflogen: Die Frauen aus Meesiger treffen sich jeden Mittwoch zum Spielenachmittag.

„Im Wald und auf der Heide“ klingt es aus dem Gemeinderaum in Meesiger. Es ist Mittwoch, Treffpunkt für die Rentnerinnen im Dorf zum Spielenachmittag. Bevor aber die Rommékarten und das „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel auf dem Tisch liegen, ist Kaffeezeit angesagt. In gemütlicher Runde sitzen 16 Frauen beisammen, erzählen die neuesten Geschichten aus dem Dorf und freuen sich auf ihr Spiel. „Hoffentlich verliere ich nicht wieder, ich habe ja schon graue Haare vom Ärgern“, sagt eine der Frauen und lacht. Spaß muss sein. Es sei immer wieder schön, sich zu treffen. Der Mittwoch ist den Frauen heilig, da geht es am frühen Nachmittag ins Gemeindehaus. Doris Krüger organisiert schon seit Jahren diese Treffen. „Angefangen haben wir vor über 15 Jahren mal in einer Baracke. Das wurde im Winter zu kalt, da haben wir uns bei mir zu Hause getroffen. Und dann im Feuerwehrhaus. Jetzt haben wir den Raum im Gemeindehaus. Es ist schön, dass die Gemeinde uns den Raum kostenlos zur Verfügung stellt“, sagt Doris Krüger.

Nach dem Kaffeeklatsch geht es los, die Karten liegen bereit und auch die Steine für das „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel. Monika Pohranka gehört zu den Jüngsten in der Gruppe, aber ihre Schwiegermutter Lotti Pohranka macht mit ihren 92 Jahren noch mit. „Sie ist heute nur krank, aber sonst hat sie viel Spaß daran“, sagt Monika Pohranka.

Helene Zülke saß noch mit 99 Jahren am Spielnachmittag im Gemeindehaus, mit über 100 ist sie jetzt im Altenheim. Ihren Platz in der Frauengruppe von Meesiger hat nun seit zwei Jahren Tochter Ingrid Siebert eingenommen. „Ich komme gern her, das macht mir Spaß, auch wenn mal verloren wird“, sagt sie. Die erste Rommépartie ist beendet, gegen 16 Uhr werden die Karten und Spiele eingepackt.

 

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