Laute Straße bringt Verdruss:

Beton in Nossendorf „brüllt“ noch immer - Anwohner warten genervt auf Reparatur

Bürger ärgern sich weiter über die laute Straße. Wann wird die Fahrbahn in den Urzustand zurückversetzt?

Wenn auf der Betonstraße in der Kurve schwere Fahrzeuge in Nossendorf durchrollen, dann klappert das Geschirr in den Schränken im angrenzenden Haus. Seit dem Bau der Kanalisation ärgern sich die Anwohner darum.
Kirsten Gehrke Wenn auf der Betonstraße in der Kurve schwere Fahrzeuge in Nossendorf durchrollen, dann klappert das Geschirr in den Schränken im angrenzenden Haus. Seit dem Bau der Kanalisation ärgern sich die Anwohner darum.

Mehr als acht Wochen sind verstrichen. „Und getan hat sich noch immer nichts“, schimpft Mathias Dwars. Dabei hatte die Gesellschaft für kommunale Umweltdienste (GKU) versprochen, die Straße vor seinem Haus in Nossendorf zu reparieren. Doch es ist alles beim Alten. Wenn große Laster oder schwere Landmaschinen vorbeifahren, klappert das Geschirr in den Schränken, alles vibriert in der Wohnung, wie auch bei Nachbar André Ehlert, der die andere Haushälfte in der Kurve direkt an der Hauptstraße bewohnt. Vor dem Bau der Kanalisation vor sieben Jahre habe es diese Probleme nicht gegeben.

Als die Abwasserleitung in Nossendorf damals gebaut wurde, musste die Betonstraße an ihrem Haus aufgerissen werden. Die Männer vermuten, dass die Fahrbahn danach nicht mehr so verschlossen wurde, wie sie vorher war. Der neue Beton „brülle“ bei jeder Bewegung auf der Straße. Im Beton sei Spannung, es seien keine Dehnungsfugen eingebaut worden. Eine Betonstraße war die Straße schon immer. Es sei mangelhaft gearbeitet worden. Inzwischen hat das Haus aufgrund der Vibrationen arg gelitten. In den Wänden sind Risse zu sehen, die wie eine Laufmasche immer weiter gehen. Deshalb haben die Nossendorfer keine Geduld mehr und warten darauf, dass endlich die Straße nachgebessert wird.

„Das wird sie“, sagt Klaus Ehlert, Betriebsstellenleiter der GKU in Demmin. Das Angebot liege inzwischen vor, die Demminer Stadtwerke seien beauftragt worden. Etwa 1800 Euro werde die Reparatur der Straße kosten. „Wir können den Auftrag nicht frei vergeben, das dauert, bis ein Angebot kommt“, erklärt Ehlert. Wann die Arbeiten aber beginnen, das könne er noch nicht sagen. Auf jeden Fall soll die Sache vor dem Winter erledigt sein. Auf etwa 60 bis 80 Meter soll die Betondecke quer aufgeschnitten und die Fugen vergossen werden. Ob es dann ruhiger im Haus von Dwars und Ehlert wird, das bezweifelt er. Die Landmaschinen werden immer größer und schwerer. Deshalb werde das Klappern wohl auch nachher bleiben, vermutet er.

 

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