Kaputte Deiche:

Biber werden für Gemeinden immer teurer

So ein paar Nagetiere, was können die schon anrichten? Jede Menge. Insbesondere an und um die Peene verursachen die streng geschützten Biber enorme Kosten. Die Kommunen sind da schnell überfordert.

Ein Biber im Trebeltal bei Wotenick: Von der Peene aus haben sich die großen Nagetiere auch in deren Zuflüsse ausgebreitet.
Georg Wagner Ein Biber im Trebeltal bei Wotenick: Von der Peene aus haben sich die großen Nagetiere auch in deren Zuflüsse ausgebreitet.

Die Schäden an Gewässern und Deichen durch den Biber werden für die Gemeinden immer schwerer zu tragen. Nach Angaben der Kreisverwaltung Mecklenburgische Seenplatte zahlten die 15 Wasser- und Bodenverbände des Landes im vergangenen Jahr rund 212 000 Euro, "Tendenz steigend". So habe allein eine Deichreparatur im Bereich des Wasser- und Bodenverbandes "Landgraben" fast 39 000 Euro gekostet. Das entspreche einem Beitrag von 293 Euro je Hektar, der von der betroffenen Gemeinde zu zahlen ist.

Gerade bei einem Deichschaden kann eine Gemeinde laut Kreisverwaltung schnell finanziell überfordert sein. Das trifft insbesondere auch im Bereich Demmin zu. Denn seit Mitte der 1970er-Jahre an der Peene wieder Biber angesiedelt wurden, haben sich hier die Nager stark vermehrt und auch in die Zuflüsse der Peene ausgebreitet. Weil sie streng geschützt sind und sich nur sehr schwer umsiedeln lassen, werden im Fall von Schäden oder Konflikten mit Landnutzern aufwändige Maßnahmen nötig.

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