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Braucht Demmin einen Zukunfts-Kompass?

Um Visionen geht es im Stadtparlament eher selten. Bernd Koltz von der Fraktion Die Linke will das ändern. Was soll das bringen?

Wohin geht die Reise mit Demmin? Hilft ein Leitbild, Entwicklung zu formen? Im Stadtparlament bahnt sich eine Zukunfts-Debatte an.
Carsten Büttner Wohin geht die Reise mit Demmin? Hilft ein Leitbild, Entwicklung zu formen? Im Stadtparlament bahnt sich eine Zukunfts-Debatte an.

Braucht Demmin noch ein Leitbild? Als Kompass gewissermaßen für alles, was sich perspektivisch zu bauen, zu fördern, zu erhalten lohnt? Mit dem Beschluss des neuen Stadtentwicklungskonzeptes Mitte Februar im Stadtparlament schien sich die Frage erledigt zu haben. Das 131 Seiten starke Konzept, abgekürzt ISEK, enthält bereits eine Art Leitbild, ist allerdings auf konkrete Projekte in den nächsten Jahren beschränkt.

Eben das war für Stadtvertreter Bernd Koltz (Die Linke) jetzt Grund genug, die Debatte einer eigenen hansestädtischen Zukunfts-Norm jetzt erneut anzuschieben im Stadtparlament. Er habe wegen der ISEK-Diskussion abgewartet, und mit dem Konzept sei der Stadt jetzt ein gutes Instrument für die Gesamtentwicklung gegeben. "Aber es ersetzt ein übergeordnetes, langfristiges Leitbild nicht, und jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, es öffentlich zu diskutieren  und verbindlich als Handlungsrichtlinie zu formulieren. Wir brauchen eine Vision für unsere Stadt."

Die Reaktion darauf geht im Parlament bislang gegen Null. Auf seine Bitte an das Präsidium, für die Leitbild-Diskussion einen Rahmen zu schaffen in Form eines Gremiums, bekam Koltz keine Antwort.