Bürgerbus-Projekt:

Bürgermeister feilt an Fragebogen

Im Zusammenhang mit dem Bürgerbus-Projekt im Amtsbereich Demmin-Land sollen laut Hans Schommer auch andere Akteure wie beispielsweise Taxi-Unternehmen einbezogen werden. Davor aber steht die Frage, ob es sich überhaupt verwirklichen lässt.

Hans Schommer
Georg Wagner Hans Schommer

Wenn die Menschen im Demminer Land entspannt die Feiertage ausklingen lassen, wird Hohenbollentins Bürgermeister Hans Schommer zwischendurch wohl auch am Computer sitzen. Denn er ist derzeit dabei, den Fragebogen weiter zu optimieren, mit dem der Bedarf nach einer Verbesserung der Mobilität auf dem Lande ermittelt werden soll, zum Beispiel mittels eines sogenannten Bürgerbusses (der Nordkurier berichtete).

Einen ersten Entwurf hatte schon die Universität Rostock entwickelt. Dieser sei aber noch zu akademisch ausgefallen. Es gehe darum, den Fragebogen so zu gestalten, dass er nicht nur für eine bestimmte Zielgruppe passt, sondern für alle Betroffenen, nennt Schommer sein Anliegen.  „Es geht darum, eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen“, sagt er nun über das Projekt im Amtsbereich Demmin-Land. Dazu müssten die Fragebögen einerseits möglichst einfach und plakativ sein, andererseits müsse man möglichst viel an Informationen herausziehen können und brauche einen so hohen und breit gestreuten Rücklauf, dass die Zahl als repräsentativ betrachtet werden kann.

Die Fragebögen sollen dann an der Universität Rostock ausgewertet werden, wo derzeit am Lehrstuhl von Professor Henning Bombeck ein Programm dafür entwickelt wird. Die Befragung und Auswertung erfolgen anonymisiert. Auf dem Fragebogen werde kein Name außer dem Wohnort stehen, sagt Hans Schommer.

Allerdings gibt es in der Region auch Vorbehalte gegenüber dem ganzen Projekt. Insbesondere Taxi-Unternehmer fürchten eine unlautere Konkurrenz durch einen Bürgerbus. Bedenken, die Hans Schommer zerstreuen will. Im Projekt stehe ausdrücklich die Selbstverpflichtung, zu niemandem in Konkurrenz zu treten. Das Ziel sei vielmehr die Verbesserung der Mobilität durch die Einbindung aller Akteure. „Da gehört auch der Kollege Taxifahrer dazu.“

Liegt die Auswertung der Fragebögen erst einmal vor, dann soll auf dieser Grundlage ermittelt werden, ob das Projekt überhaupt zu realisieren ist.

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