Neue Investoren?:

City-Stone: Einstweilen nur Briefkastenfirma

Was ist denn nun mit dem polnischen Wirtschaftswunder im Demminer Gewerbegebiet Meyenkrebs. Statt Design-Beton nur heiße Luft?

So karg sieht es auf dem Gelände bislang aus.
Thoralf Plath So karg sieht es auf dem Gelände bislang aus.

Eine Schwalbe macht bekanntlich noch keinen Sommer, doch dieses Schwälbchen schafft es offenbar nicht mal bis zum Frühling. Oder? Hat es sich mit der von Bürgermeister Michael Koch (CDU) im Juni im Stadtparlament verkündeten Niederlassung des ersten polnischen Baustoff-Produzenten in der Hansestadt schon wieder erledigt?

In Meyenkrebs, wo nach dem Bericht des Rathauschefs das Unternehmen „City Stone Design“ längst begonnen haben sollte, Bauprodukte aus Beton, Gips und Zement herzustellen, weht bislang nur der vorpommersche Sommerwind über einen kahlen Gewerbehof, auf dem ein paar Dutzend alter Zementsilos in gelb und schwarz einer ungewissen Verwendung entgegenrosten.

Der Bürocontainer der „Sakret Hamburg-Berlin GmbH & Co KG": längst leergeräumt, abgeschlossen. „Von den Polen kommt ab und zu mal einer und holt die Post ab“, sagt ein Mitarbeiter der Firma „Happy Beton“, die nebenan arbeitet, und zeigt auf einen kleinen Briefkasten am Tor. „Ob das überhaupt was wird mit denen, wer weiß. Bis jetzt tut sich da jedenfalls herzlich wenig.“

Im offiziellen Handelsregister immerhin existiert „City stone Design GmbH Demmin“. Gegründet am 17. November 2014, verdoppelte die bislang unsichtbare Firma gerade erst im Mai ihr Stammkapital von 25 000 auf jetzt 51 000 Euro. Als Geschäftsführer nennt das Register Grzegorz Golaski aus Poznan, der gegenüber der Hansestadt die Schaffung von 20 Jobs angekündigt haben soll.

Noch ist der Sommer ja nicht vorbei...

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