Viel Geld für neue Technik:

Computer-Stimme sagt Bus-Haltestellen an

Was in großstädtischen U-Bahnen selbstverständlich ist, soll jetzt auch in den Bussen der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft MVVG Einzug halten. Sie rüstet ihre Fahrzeuge für automatische Ansagen aus.

Die Busse der MVVG sollen behindertenfreundlicher werden. Unter anderem will die Busgesellschaft sie mit automatischen Haltestellenansagen ausrüsten.
Georg Wagner Die Busse der MVVG sollen behindertenfreundlicher werden. Unter anderem will die Busgesellschaft sie mit automatischen Haltestellenansagen ausrüsten.

Für Menschen mit Handicap wird es bald einfacher, den öffentlichen Nahverkehr im Demminer Bereich zu nutzen. Neben der Anschaffung mehrerer neuer Niederflurbusse geht es der kreiseigenen Verkehrsgesellschaft MVVG dabei auch um die Ausstattung der Fahrzeuge mit einer automatischen Haltestellenansage. Das sei vor allem für Blinde und Sehbehinderte eine wesentliche Erleichterung. "Die Ansage ist sehr wichtig", bestätigt die Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenvereins  Demmin, Ellen Bartuschk.

Laut MVVG-Geschäftsführer Torsten Grahn sind bereits zahlreiche Busse für den Einbau dieser Technik vorbereitet, neue Busse werden nur noch damit beschafft. Er hofft, dass bis Jahresende zumindest in einem Teil der Fahrzeugflotte die Haltestellen vom Computer angesagt werden können. Dafür muss aber viel Geld für die Bordrechner ausgegeben werden - eine Art Multi-Tasking-Geräte, zu denen die Fahrscheindrucker ebenso gehören wie etwa GPS-Empfänger, die die Haltestellen erkennen. Ein derartiger Computer koste etwa 4000 bis 5000 Euro, sagt Torsten Grahn. "Wenn man 120 Busse damit ausrüsten muss, dann kommt schon etwas zusammen."

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