Regen, Regen, Regen:

Demminer Land säuft ab

Überschwemmte Keller, kleine Seen auf den Äckern, Spaziergang nur in wasserdichter Kleidung: So nass war das Demminer Land vor Weihnachten selten.

Gut gelaunt trotz Regenwetters: Rudolf Jäger lässt sich vom Wetter den Spaziergang nicht nehmen.
Georg Wagner Gut gelaunt trotz Regenwetters: Rudolf Jäger lässt sich vom Wetter den Spaziergang nicht nehmen.

Schöne Bescherung kurz vor Weihnachten: Als Bewohner des Hauses Christinenstraße 2 bis 4 am Montagabend in den Keller gingen, hätten sie sich fast nasse Füße geholt. Denn die gemauerten Untergeschosse standen mehrere Zentimeter tief unter Wasser. Nicht zum ersten Mal. Vor einigen Jahren sei das schon einmal passiert, sagt Thomas Koß.

Vorweihnachtliche Überflutung

Der junge Mann ist einer der Leidtragenden der vorweihnachtlichen Überflutung. Allerdings hielt sich zumindest bei ihm der Schaden in Grenzen. "Einige Rollen Tapeten, die ich im Keller hatte, sind feucht geworden", erzählt er. Sie werden wohl wieder trocknen. "Aber etwas Auslegware, die ich dort hatte, war durch. Die musste ich raus werfen." Dass sich überhaupt das Wasser in den Kellern staute, lag wohl am anhaltenden Regenwetter. "Das Wasser kam aus einem Gully", sagt Thomas Koß. "Es konnte nicht mehr abfließen und hat immer wieder nachgedrückt."

Keller laufen voll

Nachdem die Bewohner den Schaden entdeckt hatten, verständigten sie zunächst die städtische Wohnungsgesellschaft, in deren Bestand das Haus fällt. Die handelte. Immerhin ging es um drei Aufgänge und damit etwa 20 von dem Wasser betroffene Mietparteien. "Das ist natürlich ärgerlich für die Mieter", sagt Geschäftsführer Roman Gau. "Wir sind dann mit der Spülanlage der Stadtwerke Schacht um Schacht durch gegangen." Schließlich stellte sich heraus, dass das "Epizentrum" im Bereich der GKU lag, in einer Leitung in der Straße. Von dort hatte sich der Rückstau gebildet.

Am Dienstag war der Schaden behoben, das Wasser wieder aus den Kellern abgelaufen. Die Frage ist nur, wie lange es so bleiben wird. Denn der Dauerregen hielt noch an. Am Dienstagnachmittag zeigte das Wetterradar Regen über ganz Mecklenburg-Vorpommern, Wolken über der Nordsee und wieder Regen über den britischen Inseln, dazu Westwind. Dem entsprechend fielen die Vorhersagen aus: Regen, Regen, Regen.