Politischer Aschermittwoch:

Demmin freut sich aufs Heimspiel mit der Kanzlerin

Wenn der Karneval zu Ende ist, beginnt für die CDU die große Feier erst: Politischer Aschermittwoch, der 20. im Land. Schon Wochen vor dem erwarteten Auftritt der Kanzlerin macht sich das  Lampenfieber breit.

Was gibt‘s denn da zu sehen? Monique Tiedemann von der JU und Angela Merkel 2009.
Georg Wagner Was gibt‘s denn da zu sehen? Monique Tiedemann von der JU und Angela Merkel 2009.

Als sich am 1. März 2006 die Türen der Tennishalle für den Politischen Aschermittwoch öffneten, bildete sich davor eine lange Schlange. Zu Hunderten harrten Menschen vor dem Einlass in der winterlichen Kälte aus. Denn wenige Monate zuvor hatte Angela Merkel mit ihrer CDU die Wahl gewonnen und kam nun erstmals als Bundeskanzlerin an die Peene. Das hatte Folgen: verschärfte Sicherheitsmaßnahmen, verstärkte Neugier. „Das war ein Highlight. Da hatten wir die meisten Gäste im Haus“, erzählt Monika Rosemeyer.

Für die Leiterin des Hotels Trebeltal zählt jener erste Abend mit der Kanzlerin zu den schönsten Aschermittwochs-Erinnerungen. Fünf Jahre zuvor war das Polit-Spektakel der Landes-CDU auf Betreiben des Wotenicker Bürgermeisters und Miteigentümers von Hotel und Tennishalle, Horst Beerbaum, von Stavenhagen nach Demmin gezogen. Immer stark engagiert bei der Organisation vor Ort war seine Mitarbeiterin Monika Rosemeyer.

Zu voll zum Umkippen

Mit für den reibungslosen Ablauf einer derartigen Veranstaltung zu sorgen, war damals noch neu für sie. Die Aufregung war groß. Mittlerweile hat sie darin weit mehr Erfahrung, doch ganz ohne Lampenfieber geht es bis heute nicht. Kellner, Bühnendekoration, Essen, Toilettenwagen, Stellplätze für die Ü-Wagen der Fernsehsender müssen organisiert, immer wieder Absprachen mit Veranstaltern getroffen werden. „Man darf es nie zur Routine werden lassen“, sagt sie. „Es ist immer wieder etwas neu.“ In diesen Tagen steckt sie wieder mitten in den Vorbereitungen. Nur noch gut drei Wochen, dann wird die Bundeskanzlerin wieder in der Tennishalle erwartet, zum 15. Politischen Aschermittwoch in Demmin, zum 20. insgesamt in Mecklenburg-Vorpommern.

Begonnen hatte er in viel kleinerem Rahmen auf Initiative des damaligen Landwirtschaftsministers Martin Brick in Stavenhagen. Als er 1995 die Idee auf den Tisch packte, hatte er es nicht leicht, sich damit durchzusetzen. „Wir waren alle skeptisch“, gibt der heutige CDU-Landesgeschäftsführer, Klaus-Dieter Götz, unumwunden zu.  Tatsächlich fanden sich dann trotz strammen Winterwetters mehrere Hundert Interessierte ein im Zelt auf dem Markt der Reuterstadt. In den Jahren darauf zog der Politische Aschermittwoch zunächst in eine Gewerbehalle, zum Schluss ins „Tankhaus“. „Das war so voll, dass man nicht umkippen konnte“, strahlt Götz noch heute. Doch weil der Platz nicht mehr reichte, verlegte die CDU ihren Aschermittwoch schließlich 2001 nach Demmin in die Tennishalle.

Nur zweimal versäumte Angela Merkel die Veranstaltung in Demmin, 2005 für Wahlkampfunterstützung in Schleswig-Holstein und im vergangenen Jahr wegen der Krim-Krise. In diesem Jahr am 18. Februar, so hofft die CDU, wird sie wieder auf der Bühne in der Tennishalle stehen. Unterstützt von vermutlich weit mehr als 1000 ihrer Anhänger.

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