Es wäre eine Pioniertat:

Demmin goes Facebook - oder lieber doch nicht?

Im Demminer Rathaus wird darüber nachgedacht, eine stadteigene Facebook-Seite einzurichten. Vor allem junge Menschen will man damit ansprechen. Was allerdings auffällt: Viele Städte in MV verzichten auf einen solchen Auftritt.

Verpasst sich Demmin eine eigene Facebook-Seite?
C. Büttner/NK-Montage: D. Focke Verpasst sich Demmin eine eigene Facebook-Seite?

Eine eigene Facebook-Seite, die von Mitarbeitern der Stadt unterhalten wird, hat die Mehrheit der 16 größten Städte in Mecklenburg-Vorpommern nicht. Nicht einmal Rostock.

Demmin goes digital

In Demmin (in der Liste mit den meisten Einwohnern auf Platz 17) wird genau darüber nachgedacht. "Die Einrichtung einer Facebook-Seite wird verwaltungsintern geprüft", sagt Bürgermeister Michael Koch. Er verweist auf die Städte-App, die in diesem Jahr bereits eingerichtet wurde und auf einen offenen WLAN-Punkt, der bei der Stadtinformation eingerichtet wird.

In diesem Zusammenhang sieht er auch die Facebook-Seite. Demmin goes digital, sozusagen. Was Facebook angeht, sagt der Bürgermeister: "Die reine Einrichtung ist sicherlich schnell erledigt, aber der in diesem Zusammenhang stehende Aufwand für die Betreuung muss ermittelt werden."

Seiten aus Schwerin und Stralsund

Blickt man nach Schwerin und Stralsund, bekommt man einen Eindruck davon. Beide Städte unterhalten eigene Facebook-Seiten. In beiden Städten kümmert sich darum die jeweils zwei Personen starke Pressestelle. Gepostet werden vor allem die Quintessenz aus den Pressemitteilungen, besondere Termine, Verkehrssperrungen, Stellenausschreibungen und natürlich Fotos - etwa Stadtansichten oder Bilder von neu angestellten Azubis und Feuerwehrleuten.

Was spricht nun für eine Facebook-Seite? Die Pressesprecher Michaela Christen (Schwerin) und Peter Koslik (Stralsund) sind überzeugt, über Facebook Leute zu erreichen, an die sie anders nicht herankommen. Diese Leute, da sind sie sich einig, sind aber nicht unter 20, sondern über 20 bis 50 Jahre alt.

Braucht eine Stadt eine Facebook-Seite? Michaela Christen überlegt. Dann sagt sie: "Ich finde, man muss auf jeden Fall dabei sein."

Kommentare (1)

Heute sah ich einen TV-Beitrag, wo die Social-Media-Aktivitäten der Parteien beleuchtet wurden. Dabei kam ein Fachmann zu Wort, der u.a. formulierte, dass Facebook (und Twitter) wunderbar geeignet sind, um alte(!) Menschen zu erreichen. Die Jugend ist da schon wieder am Abwandern oder bereits weg. Also doch lieber mal auf Instagram oder Snapchat umschauen, um die "jungen Leute" zu erreichen. ;-)