Feuerwehren:

Demmin-Land will Modellregion werden

Demmin-Land hat einen Bedarfsplan der Feuerwehren erstellt. Nun braucht das Amt Geld, um daraus ein Konzept für die Strukturen zu machen.

Die Wehren in Demmin-Land hatten in diesem Jahr viel zu tun. Damit sie auch weiter einsatzfähig bleiben, soll ein Konzept zu den Strukturen erarbeitet werden.
Kirsten Gehrke Die Wehren in Demmin-Land hatten in diesem Jahr viel zu tun. Damit sie auch weiter einsatzfähig bleiben, soll ein Konzept zu den Strukturen erarbeitet werden.

Bärbel Westphal wäre fast ohnmächtig geworden, als sie das Ergebnis der Kontrolle der Unfallkasse der Feuerwehren hörte. Die Bürgermeisterin der Gemeinde Hohenmocker fragt: Stellplätze für die Kameraden vorhalten, wie soll das eine Gemeinde stemmen? Ihren Ärger brachte sie beim Staatssekretär des Schweriner Innenministeriums, Thomas Lenz, an, als der den Amtsbereich Demmin-Land besuchte. „Die Vorschriften sollte man mal entblättern, so, dass nicht mit einem Bein der Staatsanwalt in der Tür steht.“ Wenn sie die Feuerwehr nicht mehr im Dorf haben, dann würde gar nichts funktionieren. Wie für Bärbel Westphal war auch für ihre Amtskollegen der Brandschutz ein brennendes Thema.

Denn bis auf Sarow eint alle Kommunen das gleiche: Am Tag sind die Wehren nicht mehr voll einsatzfähig. Denn die Leute arbeiten oft außerhalb und meist sogar weit weg. „Abends und am Wochenende darf es brennen, aber dazwischen nicht.“ Drei Wehren müssen tagsüber gleichzeitig alarmiert werden, um mit ansprechender Mannschaft am Einsatzort einzutreffen.

Das Problem ist in Demmin-Land bekannt. Deshalb wurde im Bereich eine Analyse vorgenommen. Welche Wehr hat welche Technik, wie sieht es mit Löschwasser aus, wie viele Kameraden sind in der aktiven Truppe? Nicht jede Wehr muss alles an möglicher Technik haben. „Das bringt nichts, wenn die Technik rumsteht, wenn man keine Leute zum Ausrücken hat“, erklärte Edgar Kliewe. Der Amtsvorsteher will, dass der Bedarfsplan, den eine Arbeitsgruppe erstellt hat, in ein Konzept gegossen wird. Das kostet Geld. „Wir haben die Vorarbeit geleistet“, sagte Kliewe und regte an, dass Demmin-Land eine Modellregion werden könnte, wie künftig Strukturen der Feuerwehren aussehen könnten. Doch mit dem Konzept sei man allein überfordert. Zwei Ingenieurbüros im Land, in Wolgast und Ludwigslust-Parchim, könnten dieses Konzept erarbeiten. Das würde 20 000 Euro kosten. „Wir brauchen dafür eine Förderung“, so Kliewe. Lenz versprach zwar keine Fördermittel, aber er will es prüfen.

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