Differenzen:

Demminer Aktionsbündnis gibt Demokratiefest auf

Zwischen dem Demminer Aktionsbündnis „8. Mai“ und der Hansestadt hängt der Haussegen nun wohl vollends schief. Nachdem die Stadtwerke den ehrenamtlich engagierten Nazigegnern jüngst die Rechnung für das Anbringen eines Anti-Rechts-Transparentes präsentierten und dafür 500 Euro verlangten, will das Aktionsbündnis die Veranstaltung des traditionellen Friedensfestes am 8. Mai jetzt an die Kommune zurückgeben.

„Das mit der Rechnung war wirklich dreist“, sagt Kerstin Lenz, Stadtvertreterin der Links-Partei und Aktivistin im Aktionsbündnis. „Wir haben diese Protestaktion gegen den Aufmarsch der NPD schließlich nie einfach zum Selbstzweck organisiert, sondern im Interesse der ganzen Stadt und aller Demminer, die ein Zeichen gegen diesen Nazispuk setzen wollen. Da ist es nicht einzusehen, dafür im Nachhinein zur Kasse gebeten zu werden, trotz anderslautender Absprachen wohlgemerkt.“

Zwar ist die umstrittene Rechnung für das Aufspannen des „Demmin ist bunt“-Plakats inzwischen wohl vom Tisch, das bestätigt zumindest Kerstin Lenz auf Nachfrage. „Aber wer weiß, vielleicht erwarten uns dann im nächsten Jahr wieder solche Überraschungen? Wir machen das alles ehrenamtlich, und für uns werden die finanziellen Belastungen des Festes allmählich zur Unwägbarkeit, das ist so nicht zu leisten.“ Darum wolle man sich im kommenden Jahr an dem traditionellen Protesttag gegen den Aufmarsch der Neonazis mit eigenen Aktionen beteiligen - die Organisation des Friedensfestes aber der Kommune überlassen. „Stadtwerke und Stadt können sich das ja in Rechnung stellen.“

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung