Bürgerbüro:

Demminer für Demmin: Nichts wird auf dem Goldtablett gereicht

Ein neues Zentrum für bürgerschaftliches Engagement in Demmin ist eröffnet worden. Jeder kann sich hier mit seinen eigenen Ideen einbringen. Was braucht die Hansestadt, einen Treffpunkt für Ältere oder einen Jugendklub?

Ein ausgezeichneter Ort für Engagement soll das neue Zentrum des Vereins "Demminer Bürger" werden. Eine Tafel mit der Aufschrift gibt es von der Quandt-Stiftung.
Gudrun Herzberg Ein ausgezeichneter Ort für Engagement soll das neue Zentrum des Vereins "Demminer Bürger" werden. Eine Tafel mit der Aufschrift gibt es von der Quandt-Stiftung.

Jetzt ist es endlich geschafft. Nach der Gründung des neuen Vereins „Demminer Bürger“ im Mai dieses Jahres gibt es nun einen Anlaufpunkt. Mit Unterstützung der Quandt-Stiftung, sie gibt immerhin für fünf Jahre das Geld für Aktivitäten im Verein, das sind im Jahr 30 000 Euro, ist jetzt ein Treffpunkt für engagierte Leute geschaffen worden. In der Clara-Zetkin-Straße 16 in Demmin gibt es dieses Büro. Hier kann jeder herkommen, der aktiv werden will für seine Stadt und seine Bürger. „Wir brauchen Ideen und helfen dann bei der Umsetzung“, sagt Günther Kny, Vorsitzender des Vereins. Und er hat auch schon einige Mitstreiter. Zur Gründung gab es sieben aktive Leute, inzwischen sind es schon 15 Menschen, die für ihre Stadt etwas bewegen wollen. Der ehemalige Pastor Gunther Kretschmar möchte beispielsweise den Menschen helfen, die allein sind und selbst schwer zurechtkommen. Er will sie begleiten bei Behördengängen und sie auch danach nicht allein lassen. Dafür hat er jetzt eine Ausbildung als Bürgerpate gemacht. Das bedeutet, er steht Menschen zur Seite, die es allein nicht schaffen.

„Es geht in unserem Verein darum, dass wir eine Anlaufstelle für Menschen schaffen, die Beratung zum Thema Ehrenamt suchen und Gleichgesinnte treffen. Wer Ideen hat, etwas für unsere Stadt und die Bürger zu tun, kommt zu uns und wir schieben dann gemeinsam das Projekt an“, erklärt Günther Kny. Es gehe darum, selbst aktiv zu werden und nicht darauf zu warten, dass jemand etwas für Demmin tun wird. Der eine oder andere habe mehr Zeit, um sich einzubringen, andere werden nur ab und an aktiv. Jeder könne seine eigenen Fähigkeiten erproben und neue Erfahrungen sammeln. Auch Ehrenamtliche, die bereits im Verein, der Kirche oder bei einem Sozialträger engagiert sind, können sich im Zentrum treffen.

Die Demminerin Monika Krause will als Erste das neue Zentrum des Demminer Vereins besetzen und übernimmt die Sprechstunden jeden Dienstag von 9 bis 14 Uhr.