Keine Lehrkräfte:

Demminer Stundenpläne oft ohne Schwimm-Unterricht

Der heiße Bade-Sommer hält die Rettungsschwimmer in Atem. Und viele Kinder können gar nicht schwimmen. Der Schwimmunterricht scheint an den Schulen ein Auslaufmodell zu sein. In Demmin gibt es Probleme.

Der Sportlehrer und Rettungsschwimmer, Roland Schramm, zeigt den Jungs die richtigen Bewegungen für das Brustschwimmen.
Gudrun Herzberg Der Sportlehrer und Rettungsschwimmer, Roland Schramm, zeigt den Jungs die richtigen Bewegungen für das Brustschwimmen.

„Bei uns steht Schwimmen im Plan, und wir nutzen die Möglichkeiten, die wir haben. Das ist eben nur das Naturerlebnisbad zur warmen Jahreszeit“, sagt Hannelore Müller, Sportlerin an der Pestalozzischule. Zu Beginn des neuen Schuljahres gab es ein Schwimmlager. Das gehört an der Pestalozzischule schon lange einfach dazu, damit die Kinder richtig schwimmen lernen. „Ich weiß aber auch, dass das nicht an allen Schulen angeboten wird. Nicht jede Schule hat einen Rettungsschwimmer“, meint sie.

Eigentlich werde immer zum Schuljahresende so ein Schwimmlager für die 3. und 5. Klassen angeboten. Aber in diesem Jahr klappte das nicht mit einem Termin im Freibad, so nutzte die Schule das warme Wetter gleich zum neuen Schuljahr. 15 Kinder hatten keinen Nachweis für eine Schwimmstufe, aber viele von ihnen nutzten die Chance und schafften es auch.

Schwimmlager werden ebenfalls an der Heinrich-Zille-Grundschule angeboten. „Aber im vergangenen Schuljahr mussten wir den Kurs absagen, da wir keinen Schwimmlehrer hatten. Es ist schwer, Sportlehrer zu finden, die so einen Schein machen“, sagt Holger Falk, stellvertretender Schulleiter. Schwimmen stehe zwar im Lehrplan, aber die Anforderungen seien sehr hoch, um die Kinder zu beaufsichtigen.

„Wir können zwar das Freibad kostenlos nutzen, auch Schwimmbretter stehen bereit, aber wir brauchen Rettungsschwimmer und Schwimmlehrer. Eigentlich gab es jetzt noch einen Termin im August, aber wir haben keinen Lehrer“, so Falk. Er hofft darauf, das Angebot für die Schüler im nächsten Jahr geben zu können. Er sieht auch die Eltern in der Pflicht, den Kindern das Schwimmen beizubringen.

An der Reuterschule der Hansestadt gibt es keinen Schwimmunterricht. „Wir haben keinen Rettungsschwimmer“, sagt Schulleiter Harald Eichhorst. Die Stadt stellt zwar das Freibad bereit, aber keinen Rettungsschwimmer. „Wir gehen davon aus, dass die Sportler über den Abschluss verfügen“, meint Kurt Kunze, stellvertretender Bürgermeister.

Die Wasserwacht des DRK bietet zwei Schwimmkurse im Jahr an. 26 Kinder nutzten dieses Mal dieses Lern-Angebot.

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung