Bündnis "Demmin Nazifrei":

Demo gegen Fremdenhass und Gewalt in Demmin

Nachdem es drei rassistische Überfälle auf Menschen gab, die in Demmin eine Zuflucht vor dem Krieg gefunden haben, rief das Bündnis Demmin Nazifrei zur Demonstration auf. Zusätzlich wird demnächst ein interkulturelles Café eröffnet.

Um 18 Uhr begann am Luisenplatz die Demo "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt."
Kai Horstmann Um 18 Uhr begann am Luisenplatz die Demo "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt."

Am 29. August wurden in der Treptower Straße von Demmin zwei afghanischen Frauen von einer Trinker-Gruppe aus zwei Frauen und einem Mann nach Beleidigungen ins Gesicht geschlagen. Am 20. September beleidigte – wieder betrunken – die ältere dieser Frauen vor dem Sky-Markt eine mit einem Iraner verheiratete Demminerin als "Ausländerschlampe" und drohte mit Prügel. Fünf Tage später spielte eine Gruppe von Syrern auf dem Bolzplatz an der Pestalozzi-Schule Fußball, als zwei Autos vorfuhren. Es folgten rassistische Pöbeleien, am Ende soll einem Syrer in den Bauch geschlagen worden sein.

Das Bündnis "Demmin Nazifrei" organisierte deshalb eine Demo unter dem Motto "Für Menschlichkeit und Toleranz statt Fremdenhass und Gewalt". Rund 40 Teilnehmern trafen sich am Mittwoch am Luisenplatz. Unter ihnen war Jeannine Rösler, Landtagsabgeordnete der Linken.

Ohne Zwischenfälle löste sich die Demo nach einer Stunde auf. Als nächstes steht die Eröffnung eines interkulturellen Cafes am 14. Oktober in der Clara-Zetkin-Straße 16 um 15 Uhr an.

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