Dreckige Brühe, statt klarem Wasser:

Igitt: Die Pest am Kummerower See

Giftgrüne Schlieren, wohin das Auge blickt. Die Blaualgenpest wuchert auf Mecklenburg-Vorpommerns viertgrößtem Binnengewässer. Und das ist gar nicht mal so ungefährlich...

Schaumflocken und Algenschlieren: Der Kummerower See "blüht" so schlimm wie lange nicht.
Thoralf Plath Schaumflocken und Algenschlieren: Der Kummerower See "blüht" so schlimm wie lange nicht.

Müde flappen die Wellen des Kummerower Sees an den Verchener Strand, das Wasser sieht aus wie eine Mixtur aus Sojasoße und Chemiebaukasten: Giftgrüne Schlieren, soweit das Auge reicht. Wie Sahnehäubchen schwimmen in Ufernähe weißgraue Schaumflocken drauf: der Kummerower blüht. Und das so schlimm wie das ganze Jahr noch nicht.

Der Sommer als Auslöser

Die Algenpest scheint eine Folge der spätsommerlich warmen Tage zu sein. Zum Glück ist wenigstens die Badesaison vorbei. Nur noch wenige Mutige zieht es an die Strände von Verchen, Gravelotte, Sommersdorf und Salem, obwohl die Wassertemperatur in den letzten Tagen noch mal fast die 20 Grad erreichte. Aber zurzeit empfiehlt der See sich nicht als Swimmingpool: Blaualgen können in der massiven Konzentration Allergien und durchaus schmerzhafte Hautreizungen hervorrufen. Doch in die Brühe spring freiwillig wohl eh keiner.

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