Doch eine Vollsperrung:

Die Treptower ist bald dicht

Die nächsten beiden Jahre werden zur Nervenprobe für die Demminer. Nur noch wenige Wochen, dann gehts los mit der Megabaustelle 2015: die Tiefensanierung der Treptower Straße. Immerhin: verkehrsberuhigte Innenstadt!

Die Treptower Straße, im Luftbild von unten rechts als dunkles Band nach links verlaufend, zählt zu den meistbefahrenen Straßen der Innenstadt. Die Sanierung wird Demmins Großbaustelle 2015!
Carsten Büttner Die Treptower Straße, im Luftbild von unten rechts als dunkles Band nach links verlaufend, zählt zu den meistbefahrenen Straßen der Innenstadt. Die Sanierung wird Demmins Großbaustelle 2015!

Von allen Baustellen des Jahres 2015 wird den Demminern eine in besonderer Erinnerung bleiben: die Sanierung der Treptower zwischen der Umgehungsstraßen-Kreuzung und dem Geselliusplatz. Denn sie bringt nun bald genau das, was für das Stück zwischen Innenstadtrand und Vorwerk vom Tisch ist – die Vollsperrung. Abschnittsweise jeweils zwar nur. Chaos wird es trotzdem geben.

Im März oder April soll es losgehen. Mit dem Ausbau der Deutsch Kroner Kreuzung zum „Deutsch Kroner Kreisel“ – so zumindest sehen es die Pläne des Straßenbauamtes bislang vor. Erst wenn die Kreuzung fertig ist, kann der Verkehr für den eigentlichen altstädtischen Teil umgeleitet werden. Soweit die Theorie. In der Praxis dürfte es manche Male problematisch werden, und schon im ersten Abschnitt zwischen den Kreuzungen Deutsch Kroner und Pompestraße gibt es jemanden, der nicht nur leise zweifelt, ob das alles funktionieren wird: Sanitärunternehmer Wolfgang Speckmann. Seine Firma liegt mitten in der geplanten Vollsperrung. „Wie kommen wir, unsere Lieferanten, unsere Kunden zur Firma?“, fragt Speckmann sich.

Alles wird neu, das dauert

Die Vertreter des Straßenbauamts werden noch einige solcher Fragen zu beantworten haben, wenn sie Anfang des neuen Jahres zu einer Informationsveranstaltung für Gewerbetreibende und Bürger nach Demmin kommen. Fest versprochen hatte Behördenchef Ronald Normann die bei seinem Auftritt im hansestädtischen Bauausschuss, für Januar oder Februar.

Ähnliche Befürchtungen wie Speckmann werden auch die Gewerbetreibenden im nördlichen Teil der Treptower haben: Wie kommen Kunden und Lieferanten in die Geschäfte? Für Fußgänger sollen die jeweils zwischen den Kreuzungen gesperrten Bauabschnitte auch während der Bauarbeiten durchlässig sein. Lieferantenautos kommen nur bis zur nächsten Kreuzung – und in manchen Fällen vielleicht über die Hofzufahrten.

Anders freilich wird die Großbaustelle kaum durchzuziehen sein – zumal es nicht nur um neuen Asphalt geht. Auch Wasserrohre und Kanalisation, neue Elektroleitungen und zum Teil auch Fernwärmetrassen sollen bei der Gelegenheit verbuddelt werden. Die Stadt plant für 180 000 Euro den Bau neuer Gehwege, die zum Teil breiter werden sollen. Ein Thema ist damit wohl für lange Zeit vom Tisch: eine verkehrsberuhigte Fußgängerzone in einem Teil der Treptower Straße.

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