Land streicht Förderung:

Drogenberatung drohen Einschnitte

Schrumpfkur für die Suchtberatung in der Mecklenburgischen Seenplatte. Wegen Umstrukturierungen will das Land seine Stellenförderung zusammenstreichen.

Süchtigen helfen auch in Demmin voraussichtlich bald weniger Berater, von ihrer Abhängigkeit loszukommen.
Frank Leonhardt Süchtigen helfen auch in Demmin voraussichtlich bald weniger Berater, von ihrer Abhängigkeit loszukommen.

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wird es voraussichtlich ab dem nächsten Jahr weniger Drogenberater geben. Wie Landrat Heiko Kärger (CDU) in der jüngsten Kreistagssitzung informierte, will das Land seine Förderung auf 14 Fachkräfte zusammenstreichen. Zwar könnte der Landkreis die betroffenen Stellen auf eigene Rechnung weiterführen, doch dafür fehlt ihm bei seiner prekären Haushaltslage das Geld. Denn die Landesförderung beläuft sich laut Kärger auf 50 Prozent.

Hintergrund für die Maßnahme ist nach Auskunft des Sozialministeriums eine ungleiche Verteilung der Beraterstellen in Mecklenburg-Vorpommern. Gemessen an der Einwohnerzahl und den Fallzahlen seien manche Gebiete wie der Kreis Nordwestmecklenburg unterversorgt, während in anderen das Gegenteil der Fall sei. Das will das Ministerium laut Pressesprecher Christian Möller nun umstrukturieren.

Dem bringt auch Landrat Kärger ein gewisses Verständnis entgegen. "Wir sollten erst einmal ausprobieren, wie es läuft", sagte er im Kreistag. "Wenn es nicht geht, dann muss man gegensteuern, aber man sollte nicht immer gleich im Voraus sagen, es geht nicht."

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