Messung des Blutzuckerspiegels nun computergesteuert:

Ein Pieks und der Insulinwert ist da

Aufwendige Laborarbeit wurde jetzt im Demminer Krankenhaus durch neue Technik ersetzt. Ärzte und Schwestern wissen per Knopfdruck, wie hoch der Blutzuckerwerte bei Diabetespatienten ist. Dafür gibt es ein vernetztes Glukosesystem.

Per kleinem Computer kann Schwester Heidrun direkt am Krankenbett bei Paul Schumann den Blutzuckerwert ermittelt. Diabetesassistentin Susan Schwebke (Mitte) gab dazu die Einweisungen.
Gudrun Herzberg Per kleinem Computer kann Schwester Heidrun direkt am Krankenbett bei Paul Schumann den Blutzuckerwert ermittelt. Diabetesassistentin Susan Schwebke (Mitte) gab dazu die Einweisungen.

Computergesteuert wird im Demminer Kreiskrankenhaus auch der Blutzuckerwert ermittelt. Schwester Heidrun Bücher kann dem Patienten Paul Schumann nach dem Pieks sofort sagen, wie hoch der Wert ist und ob noch Insulin gespritzt werden muss. „Das war früher so nicht möglich. Der Weg bis zu diesem Wert war sehr lang“, sagt Diabetesassistentin Susan Schwebke.

Jeden Morgen musste vorher bei den Patienten auf allen Stationen von Mitarbeitern des Labors Blut entnommen werden. Dann wurde die Probe im Labor untersucht und so die Ergebnisse für den Blutzuckerwert ermittelt. Das waren lange Wartezeiten, die Patienten wussten nicht gleich, wie hoch ihr Wert ist und ob und was sie beispielsweise zum Frühstück essen durften oder ob Insulin und in welcher Höhe gespritzt werden muss.

Jeder Arzt hat alle Ergebnisse sofort verfügbar

„Auch für die Ärzte war es sehr umständlich, alle Werte zu erhalten, weil sie für ihre Untersuchung aus dem Labor abgefragt werden mussten“, erklärt Susan Schwebke. Das hat sich mit dem neuen technischen Gerät geändert, denn die Technik macht es möglich, dass es jetzt eine patientennahe Sofortdiagnostik gibt. Das Gerät kann nach der Blutentnahme per Pieks mittels eines Teststreifens sofort errechnen, wie hoch der Blutzuckerwert ist. „Wird dann das Gerät auf die Ladestation gesetzt, werden sofort die ermittelten Ergebnisse der Patienten weitergegeben, jeder Arzt hat alle Ergebnisse sofort verfügbar und kann schnell Therapien anordnen“, erklärt die Diabetesassistentin.

Jetzt müssen Schwestern nicht mehr im Labor nachfragen

So eine zeitnahe Diabetestherapie sei sehr wichtig für den Patienten. Denn die Zeit, die verstreicht, bis das Ergebnis vorliegt, beträgt häufig zwischen fünf bis 15 Minuten. Sie liegt somit deutlich unter der selbst unter optimalen Bedingungen erzielbaren Zeiten im Zentrallabor. „Jetzt müssen Schwestern nicht mehr im Labor nachfragen, wie die Werte des einzelnen Patienten sind, sie können mit dem neuen Gerät nach der Messung dem Patienten die Werte sofort mitteilen“, so Susan Schwebke.

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