Kartoffelfest:

Ein scharfes Messer und flinke Hände

Wer wird Kartoffelkönig oder gibt es doch eine Königin? Drei Minuten sind nur Zeit, um einen Berg Kartoffeln zu schälen. Am Ende hat eine Frau aus Seedorf die Nase vorn, die Kartoffelkönigin ist gekürt. Alles rund um die Knolle gibt es in Demmin.

Klaus Petrowski und Lisa Brandt schälen um die Wette. Wer hat am Ende die meisten Knollen im Korb? Foto: Gudrun Herzberg
Gudrun Herzberg Klaus Petrowski und Lisa Brandt schälen um die Wette. Wer hat am Ende die meisten Knollen im Korb? Foto: Gudrun Herzberg

„Ich muss für die ganze Familie Kartoffeln schälen, das mache ich auch immer noch für die Familie meiner Tochter, die nebenan wohnt. Ich bin in Übung“, sagt Ingrid Kliefoth und eröffnet am Sonnabend in der Demminer Halle des Spargel- und Kartoffelhofes den Wettbewerb um die Kartoffelkönigin oder den Kartoffelkönig.

Drei Minuten hat sie Zeit und legt am Ende 1324 Gramm geschälte Knollen in den Korb. Eine tolle Leistung. Das Schälfieber hat jetzt auch andere gepackt. „Ich koche zu Hause und muss auch Kartoffeln schälen, da mache ich doch mit“, sagt Dieter Schreiter und schnappt sich schnell ein Messer. Neben ihm stehen Madeleine Buchholz und Lisa Brandt. Die Stoppuhr läuft. Madeleine schafft 1196 Gramm, Lisa 1084 Gramm und Dieter Schreiter 1052 Gramm. Gudrun Petrowski legt mit 1432 Gramm nach und Heidrun Kasten kann diese Menge noch mit 1510 Gramm toppen. „Ich muss immer für sieben Leute schälen, da geht das schnell“, sagt sie.

Aber am Ende hat Gudrun Heuer aus Seedorf die Nase vor. Sie legt nach drei Minuten Knollen mit einem Gesamtgewicht von 1680 Gramm in den Korb. Eine tolle Leistung. Dafür erhält sie von Organisatorin Bärbel Prechel einen großen Präsentkorb. „Wir freuen uns natürlich, dass wir so viele Leute für ihren Wettbewerb animieren konnten“, sagt sie. Inzwischen zum fünften Mal lud der Spargel- und Kartoffelhof von Hartmut Kussmann zum Hoffest ein. „Wir haben mal klein angefangen mit einer Verkostung, und inzwischen haben wir Partner in der Region gefunden, die das Fest zu einem Höhepunkt macht“, sagt sie und ist auch schon wieder unterwegs. Die Besucher erfahren eine Menge über verschiedene Kartoffelsorten. Das gibt es nicht nur fest- oder mehlkochend, sondern auch Knollen mit roter Schale oder kleine Kartoffel, die wie Hörnchen aussehen. Die Kinder können sich vom Heimatverein Tutow schminken lassen, die DRK-Kita „Kinderglück“ lädt zum Malen ein, und sogar sportlich geht es in der großen Kartoffelhalle in der Drönnewitzer Straße zu. Der Demminer Ringerverein präsentiert sich. „Das ist für uns immer eine gute Gelegenheit zu zeigen, was unsere Mädchen und Jungen können. Schließlich machen wir damit auch Reklame für die Deutschen Meisterschaften, die im nächsten Jahr in demmin ausgetragen werden“, sagt Anja Brauer nicht ohne Stolz.

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