Jobcenter im Landkreis:

Ein Schwergewicht im bundesweiten "Konzert"

Die nächste Fusion der Jobcenter in der Seenplatte innerhalb einer angemessenen Zeit brächte den Arbeitslosen im Großkreis Vorteile, meint Geschäftsführer Andreas Wegner. Wobei er aber auch die regionalen Unterschiede sieht.

Nachdem es seit Jahresbeginn nur noch zwei Jobcenter im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt, wäre deren künftige Fusion zu einer einzigen Einrichtung der folgerichtige weitere Schritt. Diese Einschätzung traf der Geschäftsführer des Jobcenters MSE Nord, Andreas Wegner, in einem Gespräch mit dem Nordkurier. "Aus meiner Sicht wäre das vorteilhafter", sagte er. Ein für den ganzen Großkreis zuständiges Jobcenter würde zu den 25 größten derartigen Einrichtungen in Deutschland zählen. "Wir hätten Gewicht im bundesweiten Konzert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dann noch ein Sonderprogramm an uns vorüber ginge", begründete Wegner seine Meinung.

Allerdings sieht er auch die Probleme, die damit verbunden sein könnten, insbesondere die strukturellen Unterschiede in den einzelnen Regionen des Großkreises. Im Bereich Demmin etwa gebe es eine hohe Sockelarbeitslosigkeit, im Bereich Müritz sei der Arbeitsmarkt sehr stark saisonal geprägt. Solche regionalen Besonderheiten müssten berücksichtigt werden.

Damit hat er auch jetzt schon wesentlich stärker zu tun als an seinem früheren Arbeitsplatz. Als Geschäftsführer des Jobcenters Neubrandenburg sah er sich in der Stadt einem relativ einheitlichen Arbeitsmarkt gegenüber, jetzt auf dem Land hat sich das geändert. "Das reicht bis hin zum Öffentlichen Personennahverkehr." Arbeitsmarktprogramme müssten auch darauf ausgerichtet werden, ob die Arbeitsorte für die Betroffenen erreichbar sind.

Dennoch sieht Wegner in größeren Jobcentern auch Vorteile. "In jeder Organisation gibt es Stabsfunktionen, wo Synergien möglich sind", analysiert er. Zudem könnten Gelder innerhalb der Regionen besser verteilt werden. Denn einzelne Jobcenter können Mittel, die nicht ausgegeben werden, nicht an andere weiterreichen. Solche Ausgleichsfunktionen, meint Wegner, wären aber bei größeren Gebieten zwischen den Regionen möglich.

 

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