Rettungsdienst unter der Lupe:

Einsatzfrist macht Seenplatten-Sanitätern große Probleme

Haben wir die langsamsten Retter im ganzen Land? In mehr als der Hälfte der Notfallrettungen soll an der Seenplatte im Jahr 2012 nämlich die Zehn-Minuten-Regelung überschritten worden sein.

Hindernisse können sich dem Rettungsdienst viele in den Weg stellen. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte tut er sich mit der Einhaltung der Zehn-Minuten-Frist offenbar schwer.
Archiv/Georg Wagner Hindernisse können sich dem Rettungsdienst viele in den Weg stellen. Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte tut er sich mit der Einhaltung der Zehn-Minuten-Frist offenbar schwer.

Die Einhaltung der gesetzlich festgelegten Einsatzfrist stellt den Rettungsdienst im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Vergleich zu anderen Kreisen offenbar vor besonders große Probleme. Das zeigt eine Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Silke Gajek (Grüne). Demnach schafften es die Rettungsdienstler im Jahr 2012 nur in 48 Prozent der insgesamt 21 997 Notfallrettungseinsätze, innerhalb von zehn Minuten am Einsatzort zu sein. Landesweit schneidet nur der Kreis Ludwigslust-Parchim mit 42,2 Prozent schlechter ab. Zahlen für 2013 liegen noch nicht vor.

Allerdings sagt die Aufstellung zum einen nichts darüber aus, ob der Rettungsdienst aus medizinischer Sicht rechtzeitig kam oder nicht. Zum anderen handelt es sich um einen statistischen Wert. Darauf hatte jüngst das Ordnungsamt des Kreises verwiesen. Auch eine nur sehr kurze Überschreitung der Frist schlage in der Statistik negativ zu Buche. Bei der Frist handelt es sich um eine Soll-Bestimmung, die auch Ausnahmen zulässt.

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