Premiere in Verchen:

Erstmals lebendiger Adventskalender

Es gibt ihn, den lebendigen Adventskalender. In der Kirchengemeinde Verchen und Kummerow wird jeden Tag ein neues Türchen geöffnet. Menschen aus der Region laden dann zu sich nach Hause ein. Und es wird natürlich auch etwas Süßes serviert.

Bei Kerzenschein saßen die Gäste des Klosters Verchen in gemütlicher Runde zusammen.
Gudrun Herzberg Bei Kerzenschein saßen die Gäste des Klosters Verchen in gemütlicher Runde zusammen.

Adventszeit in Verchen. Es gibt zum ersten Mal in der Kirchengemeinde Verchen und Kummerow einen lebendigen Adventskalender. Apfelpunsch und Kekse stehen im Kloster Verchen bereit. Vor der Tür versammeln sich Bewohner aus dem Ort, aber auch aus der Umgebung. „So eine Begegnung im Advent ist schon etwas Besonderes“, sagt Erich Zühlke aus Meesiger. Er hatte die Idee, die es anderswo schon gibt, für diesen Kalender. „Ich habe überall rumgefragt, wer mitmachen will. 60 Kandidaten gab es, 20 haben wir ausgewählt. Es sollten zentrale Stellen sein, wo auch jeder hinkommt“, meint Zühlke und freut sich über die große Resonanz. Denn schon am ersten Abend bei Hartwig und Brita Woting in Meesiger waren 40 Leute gekommen. „Wir hatten das Haus geschmückt, Christstollen, Schmalzbrote und Tee vorbereitet. Es kamen Nachbarn, aber auch Leute, die sich hier erst kennen lernten“, sagt Hartwig Woting. Es wurde gesungen, gebetet und Geschichten vorgelesen. „Es war ein schönes Erlebnis im Advent“, so der Gastgeber.

Am Verchener Kloster stand am zweiten Abend die rote Kerze, die jetzt in der Adventszeit von Familie zu Familie auf Wanderschaft geht. Liedertexte wurden verteilt, um gemeinsam zu singen. Die Nonnen erzählten Geschichten und luden ihre Gäste an die Tafel zu Apfelpunsch und Keksen ein. Auch im Warmen gab es noch manch lustige Geschichte zu hören. Seit zehn Jahren gibt es in Verchen wieder das Kloster mit drei Schwestern. „Wir laden am Heiligabend stets Menschen zu uns ein, die einsam und bedürftig sind“, erzählt Schwester Christa. Und auch Silvester sind die Nonnen nicht allein, auch dann ist das Haus voller Gäste. „Wir halten Rückschau auf das Jahr, sammeln die Schätze des Jahres ein“, sagt sie. Man sei im Dorf sehr gut angenommen worden.

 

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