Ärger mit der Betonstraße:

"Es knallt, es ballert, das Haus vibriert"

Nach Bauarbeiten an der Kanalisation ist in Nossendorf die Betonstraße nicht mehr in den Urzustand wiederhergestellt worden. Der Krach von der Straße ärgert die Anwohner. Doch Abhilfe ist in Sicht.

Fahren Lkw oder Landmaschinen auf der Betonstraße am Haus in Nossendorf vorbei, ist der Krach für die Anwohner nicht auszuhalten. Da nützen auch geschlossene Fenster nichts. 
Kirsten Gehrke Fahren Lkw oder Landmaschinen auf der Betonstraße am Haus in Nossendorf vorbei, ist der Krach für die Anwohner nicht auszuhalten. Da nützen auch geschlossene Fenster nichts. 

Mathias Dwars hat die Schnauze voll. Wenn große Laster oder schwere landwirtschaftliche Technik an seinem Haus in Nossendorf vorbeifahren, klappert das Geschirr in den Schränken, und nicht nur das. "Alles vibriert", sagt er. In der Fassade sind bereits Risse im Mauerwerk zu sehen. Nachbar André Ehlert, der die andere Haushälfte in der Kurve direkt an der Hauptstraße hat, kann das gleiche Lied singen. "Die Risse werden immer döller", klagt auch er. "Es knallt, es ballert, das Haus vibriert. Die Landtechnik wird immer größer."

Beide Männer sind wütend. Vor dem Bau der Kanalisation seitens der Gesellschaft für kommunale Umweltdienste (GKU) gab es dieses Problem nicht. Der Kampf dauert schon bis zu sieben Jahre. Als die zentrale Abwasserleitung in Nossendorf damals gebaut wurde, musste auch die Betonstraße an ihrem Haus aufgerissen werden. Danach sei die Fahrbahn wieder verschlossen worden, neuer Beton kam auf die Stelle. Das Dilemma begann. Der Beton "brüllte", bei jeder Bewegung auf der Straße. Hilfe bei der Gemeinde hätten sie bisher vergeblich gesucht. An die GKU gewandt sei schon mal die Straße repariert worden, doch hätten sie keine sogenannten Dehnungsfugen eingebaut.

"Der Beton wurde nur eingeschnitten, nicht durchtrennt", weiß Dwars. Das sei mangelhafte Arbeit und müsse dringend nachgebessert werden. "Da ist doch Spannung im Beton", erklärt Ehlert. Er beobachtet jeden Tag sein Haus, hat schon wieder neue Risse am Giebel entdeckt.

Vielleicht gibt es doch Hoffnung. Bürgermeister Fred Schult hat sich längst an die GKU gewandt, bestätigt Klaus Ehlert, Betriebsstellenleiter der GKU in Demmin. Noch in diesem Jahr soll der Betonstreifen repariert und die Fugen vergossen werden. "Bevor der Winter kommt, wird das erledigt", verspricht Klaus Ehlert. Ob im Fall Nossendorf dann ganz Ruhe einkehrt, bezweifelt Ehlert jedoch. "Das Klappern bleibt trotzdem", vermutet er. Bei der großen Technik, die die Bauern fahren, werde das kaum gänzlich zu verhindern sein.

 

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