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Wieder ein Klo zertrümmert

Keine vier Wochen sind vergangen seit der letzten Vandalismus-Attacke auf ein öffentliches WC in Demmin. Jetzt geht die Serie offenbar weiter, diesmal war das Örtchen am Barlachplatz dran. Längst nicht zum ersten Mal. Die Stadt zieht Konsequenzen.

Eine regelrechte Trümmerspur ziehen unbekannte Krawallmacher seit Monaten durch die Hansestadt. Wieder einmal Hassobjekt oder was auch immer: Das öffentliche Toilettenhäuschen am Barlachplatz.
Thoralf Plath Eine regelrechte Trümmerspur ziehen unbekannte Krawallmacher seit Monaten durch die Hansestadt. Wieder einmal Hassobjekt oder was auch immer: Das öffentliche Toilettenhäuschen am Barlachplatz.

Thomas Engler, Vizechef des städtischen Bauamtes, hat meistens gute Laune, sein bodenständiges Naturell bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Doch am Montag, da war er so stinksauer, dass er seine guten Manieren vergaß. „Ist doch wohl ne Sch..., Schweinerei verdammte“, wetterte Engler, als er sich die vorweihnachtliche Bescherung im öffentlichen Toilettenhäuschen am Barlachplatz ansah.

WC-Becken in Trümmern

Überall auf dem Fliesenboden verstreut: Porzellansplitter. Ein mit roher Gewalt von der Wand abgetretenes WC-Becken lag in Trümmern, ein weiteres Urinal war so stark beschädigt, dass es nur noch erneuert werden kann. „Allein so ein Wandbecken macht locker mal 400 Euro“, rechnet Engler kopfschüttelnd vor.

Erneut, und wie man leider sagen muss längst nicht zum ersten Mal, hat sich dumpfe Zerstörungswut auf dem öffentlichen Örtchen am Barlachplatz ausgetobt. Und wieder am helllichten Tag! Vermutlich Sonntagnachmittag irgendwann zwischen 15 und 16 Uhr, denn davor war laut Zeugen noch alles heil. Als das WC um 16 Uhr ordnungsgemäß geschlossen werden sollte, sah man die Bescherung.

Grober Vandalismus

Aus dem wiederholten Fall von grobem Vandalismus zieht die Stadt jetzt Konsequenzen. Bis auf weiteres bleibt das Toilettenhäuschen am Barlachplatz geschlossen, sagt Thomas Engler. „Zum einen muss der Schaden repariert werden, wir gehen von mindestens 1200 Euro Kosten aus. Zum anderen kann das so nicht weitergehen. Wir brauchen da eine Lösung, sonst haben wir den nächsten Fall bald wieder.