Explosive Mischung:

Experten warnen vor Polenböllern

Abgerissene Finger, Brandwunden,  Hörschäden - jede Silvesternacht werden im Demminer Land schwere Verletzungen registriert. Auch dieses Jahr gibt es Knallkörper, die es in sich haben.

Teuer und gefährlich: Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern birgt hohe Risiken.
Johanna Meyer-Gohde Teuer und gefährlich: Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern birgt hohe Risiken.

"Das muss schon richtig Bumms machen", findet Robin Kaddereit. Mehrere große Böller, darunter eine "Adrenaline-Bomb", hat sich der 18-Jährige aus Vanseloh gekauft. Über 40 Euro hat er insgesamt für den Silvester-Spaß ausgegeben. "Das ist es mir wert, das gehört zu Silvester einfach dazu", meint er.

Bedienungsanleitung lesen

Christoph Peisker, gelernter Pyrotechniker, verkauft dieses Jahr Böller und andere Silvester-Artikel im ehemaligen Autohaus in der Neubrandenburger Straße in Demmin. Von großen, über 70 Euro teuren Verbundfeuerwerken bis hin zu harmlosen Ein-Meter-Wunderkerzen oder Konfetti-Shootern hat er alles, was sich der Silvester-Fan wünschen kann. Das Zünden, gerade größerer Geschosse, ist allerdings keine ganz ungefährliche Angelegenheit. Peisker rät dazu, vor dem Zünden die Bedienungsanleitung gut durchzulesen und genügend Abstand zu Personen und leicht entzündbaren Dingen zu halten.

Unberechenbare Sprengwirkung

Auch der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr in Demmin, Thomas Rohleder, weist darauf hin, die Gefahr der Böller nicht zu unterschätzen: "Wer eine Rakete aus der Hand anzündet, muss damit rechnen, dass das daneben geht", sagt er. Auch warnt er vor illegalem Feuerwerk. Die sogenannten Polenböller entsprechen nicht den hierzulande gültigen Vorschriften, ihre Sprengwirkung sei unberechenbar. Auch sei es wichtig, genügend Abstand zu Wohnhäusern einzuhalten. In den letzten Jahren habe es in der Neujahrsnacht in Demmin vor allem Brände gegeben, die durch auf Balkonen gelandete Böller entstanden waren.

 

Nordkurier: Samsung Galaxy Tablet ohne Anzahlung