Täter gefasst:

Falsche Polizisten rauben Asylbewerber aus

Die Demminer Polizei hat am Sonntag zwei Männer eingesperrt, die zwei Asylbewerber aus Syrien in ihrer Wohnung überfielen und ausraubten. Gegenwehr hatten die Täter mit einer besonderen Lüge verhindert.

Innerhalb weniger Stunden schnappte die Demminer Polizei zwei Männer, die Asylbewerber in deren Wohnung beraubt hatten.
Jan Woitas Innerhalb weniger Stunden schnappte die Demminer Polizei zwei Männer, die Asylbewerber in deren Wohnung beraubt hatten.

Am Sonnabend erhielten zwei Asylbewerber aus Syrien in ihrer Wohnung in der Demminer Ernst-Moritz-Arndt-Straße nächtlichen Besuch, der sie in Angst und Schrecken versetzte. Zwei unbekannte Männer behaupteten ihnen gegenüber, sie seien von der Polizei und durchsuchten die Wohnung der Asylbewerber. Die Unbekannten nahmen mehrere Zigarettenschachteln sowie eine Geldbörse mit mehreren hundert Euro Bargeld an sich und verließen dann wieder schnell die Wohnung.

Die Asylbewerber fühlten sich eingeschüchtert und bedroht, leisteten den angeblichen aber keinen Widerstand und blieben darum immerhin unverletzt. Sie verständigten aber schnell die Demminer Polizei. "Wir haben einen Dolmetscher angefordert, da die beiden Asylbewerber weder deutsch noch englisch sprechen", erklärte der Diensthabende des Demminer Polizeihauptreviers auf Nachfrage des Nordkurier. So erfuhren sie schnell von dem Überfall und konnten handeln.

Sofort wurde die Fahndung eingeleitet und einer der Täter konnte schnell gefasst werden. Auch der zweite Tatverdächtige ging den Beamten wenig später ins Netz und wurde festgenommen. Die Wohnungen der beiden Männer wurden durchsucht und die Beute gefunden. 22 und 32 Jahre alt sind die Täter aus Demmin, die noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt wurden. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg erließ das Amtsgericht Demmin Haftbefehle gegen die beiden Männer.

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