90 Jahre und trotzdem jung:

"Feuer frei" für die Kameraden aus Schönfeld

Im Einsatz sind sie rund um den Kummerower See, die Kameraden aus Schönfeld. Seit einem Jahr gibt es auch eine Jugend-Feuerwehr.

Schauübung der Schönfelder Kameraden zum 90. Geburtstag. Wehrführer Frank Richter (links) hat das Kommando.
Kirsten Gehrke Schauübung der Schönfelder Kameraden zum 90. Geburtstag. Wehrführer Frank Richter (links) hat das Kommando.

"Wir sind eine junge Wehr, obwohl wir in diesem Jahr den 90. Geburtstag gefeiert haben. Aber das Durchschnittsalter unserer Kameraden beträgt nur 32 Jahre", sagt Wehrführer Frank Richter und weist die Kameraden für eine Übung ein. Das sei sehr wichtig, Ausbildung stehe immer im Vordergrund. Laut einem Kooperationsvertrag mit dem Nachbarwehren Meesiger, Sommersdorf und Verchen sollte das eigentlich auch gemeinsam klappen. "Aber es gibt immer wieder Unstimmigkeiten, am besten klappt das mit der Wehr aus Sommersdorf. Aber vielleicht macht das unsere Jugendwehr einmal besser", hofft der 27-Jährige Wehrführer. Denn seit einem Jahr gibt es sie, die Jugendwehr in Schönfeld. Kinder auch aus den Nachbarwehren kommen einmal in der Woche nach Schönfeld, um zu lernen, was es heißt als Kamerad im Einsatz zu sein. "Wir machen aber nicht nur Feuerwehrdienst, sondern spielen auch mit den Kindern und treiben Sport", erzählt Fanny Mayer, die sich zusammen mit Jürgen Plötz um die Sechs- bis Zehnjährigen kümmert. 14 Kinder kommen jeden Freitag für eine Stunde zur Schönfelder Feuerwehr. Frank Richter hofft, dass sie begeistert dabei bleiben. Denn es sei heute ein großes Problem, Leute für die Feuerwehr in den Dörfern zu finden.

Aber die Kameraden werden nicht nur zu Bränden gerufen, da gibt es auch kuriose Notfälle. Für einen Einsatz hieß es "Pferd im Keller". Wie kommt ein Pferd in den Keller? Das haben sich auch die Schönfelder Kameraden gefragt und gingen der Sache auf die Spur. Ein Pferd war im Stall durch eine Kellerluke eingebrochen und kam nicht wieder raus. Die Kameraden schaufelten einen Graben bis zur Kellerwand aus, machten einen Durchbruch und das Pferd konnte gerettet werden. "Solche Geschichten kommen natürlich eher selten vor. In der letzten Zeit plagen uns eher die Strohbrände.

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