Wohnhausbrand in Loitz:

Feuerwehr bei Einsatz bespuckt

Eine junge Familie hat durch einen Brand ihr Zuhause verloren. Die Feuerwehr bekam die Flammen schnell in den Griff - alle Beteiligten blieben unverletzt. Allerdings kam es bei den Löscharbeiten zu einem Zwischenfall.

Kurz vor 10 Uhr stand dieses Haus in der Loitzer Altstadt in Flammen. Zur Brandursache konnten Polizei und Feuerwehr noch keine Auskunft geben.
Reinhard Schulz Kurz vor 10 Uhr stand dieses Haus in der Loitzer Altstadt in Flammen. Zur Brandursache konnten Polizei und Feuerwehr noch keine Auskunft geben.

In der Loitzer Altstadt ist ein Wohn- und Geschäftshaus in der Peenestraße vollständig ausgebrannt. Es ist nicht mehr bewohnbar, verletzt wurde aber niemand. Als die Feuerwehr die Flammen bekämpfen wollte, wurde sie gestört: „Während der ersten Löscharbeiten wurde die Freiwillige Feuerwehr Loitz durch den Bewohner des Nachbarhauses in ihrem Einsatz behindert. Die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden wurden bespuckt und beschimpft“, heißt es im Polizeibericht.

Den Kameraden sollen sogar Feuerwehrschläuche aus den Händen gerissen worden sein. Beim Eintreffen der Polizei hatte sich die Situation dann aber wieder weitestgehend beruhigt. Es werde eine Strafanzeige wegen der Behinderung der Feuerwehr erstattet. Zur Brandursache haben sich Polizei und Feuerwehr noch nicht geäußert. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung aufgenommen. Auch die Sachschadenshöhe ist derzeit noch unbekannt.

Bewohner haben Anwesen rechtzeitig verlassen

Kurz vor zehn Uhr war das Feuer in der oberen Etage ausgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt befand sich eine Familie mit zwei Kindern in dem Haus. Sie verließ das Anwesen aber so zügig, dass niemand zu Schaden kam.

Auch die Bewohner des unmittelbaren Nachbargrundstückes blieben unverletzt, mussten ihr Haus aber verlassen. „Es ist durch den Rauch so schwer belastet, dass die Bürger dort derzeit nicht wohnen können. Wir werden ihnen noch heute eine Ausweichwohnung anbieten“, informierte der Loitzer Bürgermeister Michael Sack. Die Familie, die sich aus den Flammen selber retten konnte, wurde von Angehörigen aufgenommen.

 

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Kommentare (2)

Was sind das für nicht normale Menschen, die andere Mitmenschen bespucken bei ihrer ehrenamtlichen hilfreichen Tätigkeit. Da gibt es wie in diesem Falle rund um die Uhr hilfsbereite Männer und Frauen, die für unseren Schutz und unsere Sicherheit sorgen und die dann so etwas im Einsatz erleben müssen. Wir Bürger müssen unserer Feuerwehr den Rücken stärken, sie unterstützen, ihre Arbeit anerkennen, auch mal DANKE sagen und dies öffentlich. Ich habe hohen Respekt vor der Arbeit von Feuerwehren, THW, DRK und vielen weiteren Hilfsdiensten. Anspucken geht überhaupt nicht. Erwin

Auch ich wäre nicht begeistert wenn in meiner Nachbarschaft ein Feuer ausbricht und durch die Löscharbeiten Wasserschaden in meiner Wohnung auftritt. Auf die Idee, den Löscheinsatz zu behindern oder zu verhindern komme ich trotzdem nicht, da mein Verstand mir sagt, Feuer- oder Wasserschäden ist egal. Beides sind und bleiben Schäden.