Umweltschutz:

Fließt künftig Trinkwasser aus der Kläranlage?

Das Abwasser könnte in Zukunft teurer werden. Das jedenfalls befürchtet der Zweckverband Demmin/Altentreptow. Offenbar drohen weitere rechtliche Verschärfungen.

Muss das Abwasser in der Kläranlage sauberer werden als natürliche Gewässer? Das fragt man sich gegenwärtig beim Demminer Zweckverband.
Georg Wagner Muss das Abwasser in der Kläranlage sauberer werden als natürliche Gewässer? Das fragt man sich gegenwärtig beim Demminer Zweckverband.

Gemeinden und Städte des Zweckverbandes Wasser und Abwasser Demmin/Altentreptow sollten ihre Möglichkeiten ausschöpfen, um weitere Gesetzesänderungen zur Verschärfung der Abwasserqualität noch abzuwenden. Diesen Appell hat der Vorsteher des Zweckverbandes, Demmins Bürgermeister Michael Koch, bei der jüngsten Zweckverbandsversammlung an die Bürgermeister gerichtet.

Das hat einen politischen Hintergrund. Laut Koch arbeiten derzeit "bestimmte Lobbygruppen" auf die Einführung einer vierten Reinigungsstufe hin.  Dabei gehe es darum, sogenannte Spurenstoffe aus dem Kläranlagenablauf zu entfernen. Aus Kochs Sicht wäre das offenbar eine völlig unsinnige Maßnahme. Denn das gereinigte  Abwasser hätte nahezu Trinkwasserqualität. "Ein Zustand, den natürliche Gewässer niemals haben", sagte Koch.

Durch den enormen technischen Aufwand aber würde die Abwasserentsorgung weiter verteuert. Dabei kann der Zweckverband schon jetzt seine Preise nicht auf Dauer halten. Weil in der Düngemittelverordnung Grenzwerte heruntergesetzt wurden und der Klärschlamm deshalb kaum noch als Dünger in der Landwirtschaft verwendet werden kann, werden voraussichtlich ab 2017 die Preise im Zweckverbandsgebiet anziehen.

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