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Frische Wurzelpetersilie aus dem Kinder-Garten

Aus dem Supermarkt holen sich die Knirpse der Kita Regenbogen in Demmin ihre Kräuter nicht. Sie ernten selbst.Demmin.Wie schmeckt Petersilie? Was ist ...

Alex (6) hilft, die Petersilie in kleine Sträuße zusammenzubinden. In einem Kräuterprojekt haben die Kinder der Kita Regenbogen Kräuter ausgesät, sie gepflegt und auch geerntet und verarbeitet.  FOTO: Margitta Gitschow

Aus dem Supermarkt holen sich die Knirpse der Kita Regenbogen in Demmin ihre Kräuter nicht. Sie ernten selbst.

Demmin.Wie schmeckt Petersilie? Was ist Schnittlauch? Das wissen die „Kräuterkids“ der Demminer Kita Regenbogen. Seit einem Jahr beschäftigen sie sich in einem Projekt mit Kräutern und legten entsprechende Beete auf dem Kita-Gelände an. Von Aussaat bis Ernte beobachten sie, wie die Pflanzen gedeihen. In diesem Frühjahr konnten die Kinder schon Wurzelpetersilie, Krause Petersilie und Schnittlauch aus dem Vorjahr ernten. Alex (6) ist ganz bei der Sache, als er die Petersilie zu kleinen Bunden zurechtschneidet. Alle Kräuter können sie in der Einrichtung gar nicht verzehren. So werde ein Teil verkauft und von dem Erlös neuer Samen gekauft, erklärt Gruppenleiterin Margitta Gitschow.
Weil der Winter in diesem Jahr sehr lang war, konnten sie im hauseigenen Garten erst spät anfangen zu wirbeln. Bis dahin seien auf der Fensterbank in der Kita die Pflanzen gedeiht - für Kräuterbutter und Quark. Doch jetzt gibt es viel zu tun draußen. „Mit großer Sorgfalt entfernten die Kräuterkids Unkraut, lockerten den Boden mit kleinen Spaten und legten kleine Beete an.“ Samen von Schnittlauch, Kerbel, Petersilie, Majoran und Gurkenkraut kam in die Erde. Wie wichtig die vier Elemente Erde, Feuer, Wasser und Luft beim Gärtnern sind, wüssten die Kinder. „Aber das allein reicht nicht aus, denn auch die Zeit spielt eine Rolle“, so die Erzieherin. „Damit die Kinder dieses verstehen und sich vorstellen können, führen sie ein Kräuterprotokoll.“ Jeden Tag werde im Kräutergarten nachgeschaut, ob sich schon auf dem Kräuterbeet etwas regt. Selbst andere Gruppen, wie die „Wetterfrösche" seien vom „Kräuterfieber“ gepackt worden. Gemeinsam habe man eine Kräuterrabatte mit Lawendel, Rosmarin, Basilikum und Pfefferminze angelegt. „Viel Spaß hatten die Kinder beim Angießen der Pflanzen. Damit die Pflanzen ungestört wachsen können, hat der Wetterfrosch Maximilian mit Hilfe des Hausmeisters Udo Müller eine kleine Begrenzung gebaut.“kis