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Fußgänger mächtig sauer wegen spritzender Laster

Eigentlich flutscht der Verkehr in der einspurigen Zetkinstraße von Demmin. Doch Fußgänger ärgern sich vor allem bei Regen über die Baustelle.

Es ist eng in der Demminer Zetkinstraße. Fußgänger und Autos teilen sich die Fahrbahn. Das bringt vor allem bei Regen Ärger.
Georg Wagner Es ist eng in der Demminer Zetkinstraße. Fußgänger und Autos teilen sich die Fahrbahn. Das bringt vor allem bei Regen Ärger.

Das nervt. Als Fußgänger oder Radfahrer hat man es gerade nicht leicht. Die Baustelle an der Brücke über den Mühlengraben in der Demminer Zetkinstraße ist eine Geduldsprobe. „Wenn es regnet, ist hier kein Durchkommen“, schimpft eine Hansestädterin. „Wenn Laster durchfahren, bekommt man als Fußgänger oder Radfahrer die ganze Ladung Wasser ab.“ Sei das nicht vorher bedacht worden? Die Demminerin ist sauer. Man hätte doch dafür sorgen müssen, dass die Bürger vernünftig gehen können.

Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow, hat durchaus Verständnis. Aber für die Absperrung gebe es keine Alternative. Die Demminer werden bis zum Frühjahr mit dieser Situation leben müssen. Normann plädiert deshalb auf gegenseitige Rücksichtnahme, wenn Fußgänger auf der Fahrbahn laufen. Man könne nicht ganz verhindern, dass bei Regen hinter Lkw Schmutzbahnen entstehen. „Wenn Fußgänger sehen, dass ein Lkw kommt, sollten sie warten“, rät Normann. Anders werde es nicht gehen. Sicher sei es ärgerlich, wenn man dreckig wird.

Seit Ende Oktober werden die historischen Brückengewölbe und die tragenden sogenannten Kappen der Brücke über den Mühlengraben saniert. Das war dringend notwendig. Das Gemäuer war so brüchig, dass die Gehwege schon in Gefahr waren. Am Luisentor vorbei fahren täglich rund 7000 Autos und donnern 300 Lkw durch die Zetkinstraße.