Bau nicht vor 2017:

Gefährliche Senke ärgert die Siedenbrünzower weiter

Wer Siedenbrünzow verlassen will, muss durch ein "Tal", um auf die B 110 zu kommen. Das ist gefährlich, weil die Sicht eingeschränkt ist. Doch Abhilfe gibt es vorerst nicht.

Die Dorfstraße in Siedenbrünzow ist zwar schick, aber die Anbindung zur B 110 bleibt ein Desaster. Noch steht nicht genau fest, wann das gefährliche „Tal“ endlich beseitigt wird.
Kirsten Gehrke Die Dorfstraße in Siedenbrünzow ist zwar schick, aber die Anbindung zur B 110 bleibt ein Desaster. Noch steht nicht genau fest, wann das gefährliche „Tal“ endlich beseitigt wird.

Wenn Wolfgang Kuhrt auf die Bundesstraße B 110 fährt, dann kann er nur mit dem Kopf schütteln. Die Senke in Siedenbrünzow bleibt weiter schlecht, uneben und unübersichtlich. „Man kommt sich schon blöd vor“, meint der Bürgermeister. „Die Dorfstraße macht ihr und die Senke nicht, darauf bin ich schon angesprochen worden.“ Die Leute können das nicht verstehen.

Doch das eine hat nichts mit dem anderen zu tun, weil es zwei verschiedene Straßen sind. Die eine gehört der Kommune, die andere dem Bund beziehungsweise dem Land. Es sind unterschiedliche Zuständigkeiten. Die Gemeinde hätte zwar gern gesehen, wenn beides gleichzeitig gemacht worden wäre, aber das Straßenbauamt Güstrow hat da nicht mitgespielt. Das sage, vor 2017 werde nichts an der Auffahrt zur B 110 gemacht. Die versprochene Linksabbiegerspur lasse auf sich warten. Dabei hat Siedenbrünzow lange schon angemahnt, wie gefährlich die Mündung ist, eigentlich ein 20 Meter langes Tal. Auch ein Vor-Ort-Termin habe daran nichts geändert.

Wolfgang Kuhrt lässt nichts unversucht. Als der Staatssekretär des Ministeriums für Inneres und Sport, Thomas Lenz, in sein Dorf kam, sprach er den Mann aus Schwerin auf das Siedenbrünzower Problem an. „Wenn Sie den Ort verlassen, achten Sie auf die Senke“, meinte er, damit der Politiker selbst erleben kann, wie die Situation ist. Vielleicht legt er dann gute Worte beim Land ein. Einen Hoffnungsschimmer gibt es womöglich.

Für den Bau eines Radweges, ab Leppin straßenbegleitend, soll in diesem Jahr die Planung stattfinden, so dass vielleicht 2015 schon der Bau beginnen kann. Wenn der Radweg gebaut werde, dann müsse auch an der Anbindung Siedenbrünzow etwas getan werden. „Seit 1996 bemühen wir uns um den alten Bahndamm, ringen darum, den als Radweg zu nutzen“, sagte Kuhrt zu Lenz. Das wäre die optimale Lösung, Demmin oder Kruckow anzubinden. Das sei touristisch sinnvoll. Lenz indes nahm das Anliegen des Siedenbrünzowers mit nach Schwerin. Ob er aber etwas beschleunigen kann, ist unklar.