Voelschow Berg:

Geheimtipp oder mehr? Zu Songs der Beatles rockt der Wald

Puppenspiel und Rock'n Roll: Wochenend-Osterparty lockte nach Voelschow Berg – und brachte die Feierwütigen kräftig zum Tanzen.

Der Sänger und Keyboarder von "The Magical Mystery Band", Bert Wenndorf: "Die Location ist super."
Georg Wagner Der Sänger und Keyboarder von "The Magical Mystery Band", Bert Wenndorf: "Die Location ist super."

Obwohl ihr Auftrittsort ziemlich versteckt lag, musste die „Magical Mystery Band“ nicht lange nach ihm suchen. Sie kannte ihn schon. Vor zwei Jahren hatte die Beatles-Coverband um Sänger und Keyboarder Bert Wenndorf schon einmal ein Konzert in Voelschow Berg gegeben und das nicht bereut. „Wir haben gute Erinnerungen daran“, sagte Wenndorf. Jetzt, zu ihrem fast letzten Auftritt in den Fußstapfen der Liverpooler Pilzköpfe, hat sich das wohl noch verstärkt. Der Saal der ehemaligen Gaststätte im Devener Holz war voll, das Publikum tanzte, während sich die sechs Musiker auf der Bühne immer mehr in ihre Performance
hinein steigerten. „Die Location ist super“, fand Wenndorf in einer Pause.

Er sprach damit aus, was offenbar auch immer mehr Demminer feststellen. Voelschow Berg, heute der private Wohnsitz von Christoph Peisker und Hannah Kuke, mausert sich zunehmend vom Geheimtipp zur festen Adresse im Demminer Kulturkalender. Dabei handelt es sich um eine rein private Initiative. „Wir haben einfach Freude daran, mit Menschen und mit Kindern zu arbeiten“, so Hannah Kuke.

Zum dritten Mal organisierten sie deshalb in diesem Jahr eine Osterparty, die sich über fast das ganze Wochenende hinzog. Zum Auftakt gab es am Karfreitag das Schattenspiel „Don Quijote“ für Erwachsene. „Das war aber mehr ein Flop“, gab Christoph Peisker unumwunden zu. Der Zustrom hielt sich in engen Grenzen.

Am Sonnabend änderte sich das. Zum Konzert der Band aus Neubrandenburg rockte sozusagen der Wald, und Ostersonntag ließen sich dann ganze Scharen Kinder verzaubern – von der Voelschow Berg-Hexe alias Daniel Peisker und dem Osterhasen (Benno Brieske) ebenso wie von der Puppenspielerin Ute Kotte aus Buchholz bei Rosenow. Mit Marionetten erzählte sie den sichtlich faszinierten Kleinen die Geschichte, wie der kleine Angsthase Leopold seine Angst überwindet.

Für die Veranstalter bedeutet das nicht nur Arbeit, sondern auch ein finanzielles Risiko, zumal beim Kinderfest der Eintritt frei war. Aber: „Wir haben Spaß daran und wollen auch den Familiensinn stärken“, sagte Christoph Peisker. „Es ist doch schön, wenn man etwas zusammen macht.“ 

Das wird auch in Zukunft weiter geschehen. Zwar wollen Peisker und Kuke in diesem Jahr auf eine Halloween-Party verzichten, aber für November haben sie wieder einen Tanztee geplant nach der vielversprechenden Premiere im März (der Nordkurier berichtete). „Aber vorher“, so Hannah Kuke, „kommt sicher auch noch etwas.“ Wir lassen uns überraschen.

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