Baupläne:

Gravelotte bekommt neuen Hafen

Die Zusage über die beantragten Fördermittel ist endlich da. Damit kann die Gemeinde Meesiger ihr 1,2-Millionen-Euro-Projekt jetzt in Angriff nehmen. Doch die Zeit drängt.

Den Stein, der Hubert Niedhoff vom Herzen gefallen ist, konnte man mit großer Wahrscheinlichkeit zumindest auf der Ostseite des Kummerower Sees hören. "Ich bin so erleichtert", sagt der Bürgermeister. Denn er bekam in diesen Tagen einen Anruf aus dem Schweriner Wirtschaftsministerium, indem ihm mitgeteilt wurde, dass die Gemeinde die für die Erweiterung des Wasserwanderrastplatzes in Gravelotte dringend benötigten Fördermittel bekommt. "Das haben wir gut auf die Reihe bekommen", sagt Hubert Niedhoff glücklich. Einen großen Anteil daran, dass dies möglich wurde, hat der CDU-Landtagsabgeordnete Jürgen Seidel, der sich im April gemeinsam mit Wirtschaftsminister Harry Glawe auf den Weg nach Gravelotte machte und den Wasserwanderrastplatz begutachtete.

Das Projekt, mit einem Gesamtvolumen von 1,2 Millionen Euro, wird zu 90 Prozent vom Land gefördert. Um überhaupt den Eigenanteil aufbringen zu können, stellte die Gemeinde Meesiger einen weiteren Antrag, um Hilfen aus dem Fonds zur Unterstützung finanzschwacher Kommunen zu bekommen. Auch diesem wurde nun stattgegeben. Damit bleiben für die Gemeinde noch nicht einmal 50 000 Euro, die sie selbst aufbringen müssen. Doch die liegen längst auf der hohen Kante.

Damit kann und muss es zügig losgehen. Denn noch in diesem Jahr müssen die Bauarbeiten beginnen, damit die zugesagten Fördermittel nicht verfallen. Zwar soll der Zuweisungsbescheid erst Ende Oktober oder Anfang November offiziell übergeben werden, doch schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. "Es gibt einen Ablaufplan und der muss eingehalten werden", weiß Hubert Niedhoff. Demnach werden die Ausschreibungen für die Arbeiten im Amt Demmin-Land derzeit vorbereitet. Auf der nächsten Gemeindevertretersitzung am 7. November wollen die Abgeordneten dann schon erste Aufträge an Unternehmen vergeben.

"Ich gehe ganz fest davon aus, dass die Bauarbeiten dann im November noch beginnen können", meint Hubert Niedhoff. Der Wasserwanderrastplatz wurde 1995 gebaut und ist durch viele Stürme arg in Mitleidenschaft gezogen. Derzeit gibt es in Gravelotte 52 Anlegeplätze, die durch den Ausbau auf 84 erweitert werden sollen. "Der Bedarf ist längst da. Wir können mit dieser Erweiterung etwas Einzigartiges für den Tourismus in der ganzen Region schaffen", ist sich der Bürgermeister sicher.

 

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