Demmin:

Gut 30 Leute spenden an Schule ihren Lebenssaft

Zum zweiten Mal gab es eine Sonderaktion im evangelischen Schulzentrum "Katharina von Bora". Es kamen nicht nur Eltern von Schülern.

Gut gelaunt trotz Kanüle im Arm: Die Sonderaktion am evangelischen Schulzentrum brachte nach Einschätzung des Blutspendedienstes ein "super Ergebnis".
Georg Wagner Gut gelaunt trotz Kanüle im Arm: Die Sonderaktion am evangelischen Schulzentrum brachte nach Einschätzung des Blutspendedienstes ein "super Ergebnis".

Jörn Hildebrandt musste nicht lange warten. Kurz nachdem der Fahrer des DRK-Blutspendedienstes die Tische und Gerätschaften für die neue Blutspendeaktion am evangelischen Schulzentrum „Katharina von Bora“ aufgebaut hatte, meldeten sich schon die ersten Spendewilligen bei ihm an und es ging ähnlich weiter. Zwar musste man nicht gerade Schlange stehen, aber die Liegen nebenan waren immer wieder belegt.

Gut 20 Spender waren zur „Halbzeit“ der vierstündigen Sonderaktion „durch“. Am Ende hatten sich nach Auskunft der Werbeleiterin des Blutspendedienstes in Neubrandenburg, Iris Kraus, 31 Personen die Kanüle in die Armbeuge stechen lassen, darunter zehn Erstspender. „Das ist ein super Ergebnis“, sagte sie. Gemeldet hatten sich sogar 34 Spendewillige. Allerdings komme es immer wieder vor, dass der ein oder andere zum Beispiel aus gesundheitlichen Gründen kein Blut spenden dürfe.

Wie Iris Kraus freute sich auch Antje Rosenau über den Verlauf der Aktion. Die Lehrerin an der evangelischen Schule hatte im Frühjahr aufgrund von persönlicher Betroffenheit die erste derartige Sonderaktion ins Leben gerufen.

Jetzt lief gerade an der evangelischen Schule die Projektwoche „Fit und sicher“. Dabei beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem eigenen Körper, mit Gesundheit, Ernährung, Zahngesundheit. „Wir haben überlegt, dass eine Blutspendeaktion da thematisch gut passen würde“, erzählte Antje Rosenau. Deshalb warb die Schule mit Plakaten dafür und sprach über die Kinder auch die Eltern an. Offenbar mit Erfolg. Auch aus der Nachbarschaft seien Spender gekommen und auch Personen, die keine Kinder an der Schule haben. Jetzt werde man versuchen, regelmäßig solche Blutspendeaktionen zu organisieren.

Bei der ersten Aktion im April gab es 34 Blutentnahmen. Demmin gilt als gute Blutspendestadt. Bei den turnusmäßigen öffentlichen Terminen kommen laut Iris Kraus jeweils etwa 50 Spender, bei den viermal jährlich im Krankenhaus stattfindenden Terminen durchschnittlich 35.