Vernachlässigter Hund Louis:

Harte Strafe für Vorbesitzer gefordert

Fast 25.000 Menschen aus ganz Deutschland haben innerhalb weniger Tage eine Online-Petition für den stark vernachlässigten Bullmastiff-Rüden Louis unterschrieben. Gefordert wird darin eine "gerechte Strafe" für die Vorbesitzer des Hundes.

Louis bewegt die Gemüter, nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland.
Kerstin Lenz Louis bewegt die Gemüter, nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland.

Das Schicksal des armen Louis bewegt weiter die Gemüter nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits Tausende Nutzer sozialer Netzwerke Anteil an der allmählichen Genesung des Hundes, läuft seit dem 29. Juli eine Online-Petition für den Vierbeiner. Gefordert wird darin eine "gerechte Strafe den Vorbesitzern von Louis".

Gemeint sei damit die Ausschöpfung des strafrechtlich möglichen Rahmens, sagt die Demminer Tierschutzvereinsvorsitzende, Kerstin Lenz. Von weit darüber hinaus gehenden Forderungen, wie sie teilweise schon in Kommentaren auf Facebook aufgetaucht waren, distanziert sich der Verein.

"Wir haben schon geschrieben, dass es nicht zu Hetze oder Lynchaktionen kommen soll." Laut Kerstin Lenz geht die Petition zurück auf eine Anregung von Louis' Anwalt, einem Tierrechtler, der von einer Futtermittelfirma bezahlt werde. Er habe darum gebeten, die Öffentlichkeit weiter für den Fall zu sensibilisieren.

Petition wird an die Staatsanwaltschaft überreicht

Offenbar mit Erfolg. Bis Mittwoch dieser Woche hatten schon fast 25.000 User unterschrieben. "Es ist erstaunlich, dass wir in den wenigen Tagen schon so viele Leute motivieren konnten", freut sich Kerstin Lenz über diesen Zwischenstand. Schwerpunkte dabei waren der Statistik zufolge Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern.

Vorrangig geht es ihr um die Strafverfolgung im konkreten Fall. Um das große öffentliche Interesse daran zu dokumentieren, werde man die noch bis zum 25. August laufende Petition am Ende an die Staatsanwaltschaft überreichen.

Schwerer Fall von Tierquälerei

Ausreichend Grund für eine Strafverfolgung sehen die Tierschützer auf alle Fälle. Ihrer Ansicht nach liegt ein schwerer Fall von Tierquälerei vor. Louis war Mitte Juni nach Hinweisen von Bürgern aus einer Malchiner Wohnung geholt worden, wo er offensichtlich fast verdurstet und verhungert war.

"Ein solch eklatanter Verstoß gegen die Tierschutzvorschriften erfordert eine Strafe, die dieser grausamen Tat angemessen ist", heißt es im Text zur Online-Petition.

Nach Angaben des Tierschutzvereins, in dessen Obhut sich der Hund seit der Einweisung durch das Veterinäramt befindet, hatte er schwere gesundheitliche Schäden erlitten und musste mehrfach in die Tierklinik. Mittlerweile befinde er sich wieder an seiner Pflegestelle.

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